Pa­kis­tans Höchst­ge­richt be­rät über das Schick­sal von Pre­mier Sha­rif

Der Standard - - INTERNATIONAL -

Is­la­ma­bad – Im April war er sei­ner Ab­set­zung noch ein­mal knapp ent­kom­men. Doch seit Mon­tag be­rät Pa­kis­tans Höchst­ge­richt er­neut dar­über, wie es mit Pre­mier Na­waz Sha­rif wei­ter­ge­hen soll. Der Re­gie­rungs­chef wird durch Kor­rup­ti­ons­er­mitt­lun­gen im Zu­sam­men­hang mit den Pa­na­ma Pa­pers be­las­tet. Ihm und sei­ner Fa­mi­lie wird vor­ge­wor­fen, über Ver­mö­gen zu ver­fü­gen, das über je­nes Maß weit hin­aus­geht, das durch ih­re po­li­ti­sche und wirt­schaft­li­che Tä­tig­keit er­klär­bar wä­re. Zu­dem soll Sha­rifs Toch­ter Ma­ryam den Be­sitz von Woh­nun­gen in Lon­don durch Un­ter­schrif­ten­fäl­schung ver­tuscht ha­ben.

Korruptionsvorwürfe ge­gen Pa­kis­tans Pre­mier sind kei­nes­wegs neu. Schon seit sei­nen Amts­zei­ten 1990 bis 1993 und 1997 bis 1999 hängt Sha­rif der Ruf der Be­stech­lich­keit nach. Im Licht der neu­en Er­kennt­nis­se, die auf An­ord­nung des Höchst­ge­rich­tes er­ar­bei­tet wur­den, könn­te es für ihn aber eng wer­den. Im Raum steht ei­ne An­kla­ge oder sei­ne Ab­set­zung. Sha­rif selbst, der 1999 aus dem Amt ge­putscht wur­de, sieht ei­ne Ver­schwö­rung. Die Ar­mee teil­te mit, sie ste­he „nicht di­rekt mit den Ermittlungen in Ver­bin­dung“. (red)

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