Über das Le­ben in Ca­fés und Wirts­häu­sern

Chris­ti­an Fut­scher liest am Don­ners­tag in Feld­kirch aus sei­nem neu­en Er­zähl­band „Wer ein­sam ist in der gro­ßen Stadt“.

Der Standard - - SZENARIO - Petra Nach­baur

Feld­kirch – Es war im Vor­jahr, um den Früh­lings­be­ginn her­um. Der Schrift­stel­ler Chris­ti­an Fut­scher war un­ter­wegs zum Ort sei­ner Kind­heit und Ju­gend. „14 oder Schö­ne Aus­sich­ten“, im ers­ten Teil un­ter­ti­telt mit „Zug­fahrt Wi­en-Feld­kirch, 23. März 2016, 12:3018:56“, heißt der Text zu eben je­ner Bahn­rei­se im neu­en Er­zähl­band Wer ein­sam ist in der gro­ßen Stadt.

Und die­ser Ta­ge sitzt der Ver­fas­ser wie­der im Rail­jet Rich­tung Vor­arl­berg und wird das neue Buch dort vor­stel­len, nach­dem er sei­ne Gi­tar­re ge­stimmt hat. Am Don­ners­tag liest und spielt er im Thea­ter am Sau­markt in Feld­kirch.

Der Band ist im Czern­in­Ver­lag er­schie­nen, der seit sie­ben Ti­teln die ver­le­ge­ri­sche Hei­mat des schon zu­vor hoch­pro­duk­ti­ven Chris­ti­an Fut­scher ist. Das Buch spielt ein­mal im Wie­ner In­nen­stadt­kaf­fee­haus Korb, ein­mal im (mitt­ler­wei­le ge­schlos­se­nen) Schwar­zen Ca­fé und da­zwi­schen in di­ver­sen Gast­gär­ten und Wirts­häu­sern.

Es ent­hält Sze­nen ei­nes Auf­tritts der herz­haf­ten Chao­ten­band Drah­di­wa­berl, ei­ne Weih­nachts­ge­schich­te und ei­nen Bet­tel­brief in­klu­si­ve ei­ner hoff­nungs­froh bei­ge­stell­ten Kon­to­num­mer. Des Wei­te­ren skur­ri­le De­tails aus dem Li­te­ra­tur­be­trieb wie ei­nen „Put­lit­zer Preis“, den nicht nur Such­ma­schi­nen vor­schnell zum Pu­lit­zer Preis um­mün­zen möch­ten, oder ein Print­me­di­um mit Na­men „Frei­es Wort Suhl“. Dort sei ei­nes der Fut­scher’schen Wer­ke „sehr po­si­tiv be­spro­chen“wor­den. Ei­ni­gen Stoff er­lausch­te sich der Au­tor im All­tag: üb­le Stamm­tisch­mel­dun­gen („Ge­lob­tes Land Tel­ler­rand“) oder ein Ra­di­o­fea­ture zum Wes­tern­gen­re, wel­ches Fut­scher lo­cker-ele­gant ver­drib­belt.

Auch Ma­te­ri­al aus dem Ord­ner „Ge­sen­de­te Ob­jek­te“taugt zur Ver­öf­fent­li­chung, et­wa ein au­to­bio­gra­fi­scher Kurz­aus­flug mit der Über­schrift „Ei­ne E-Mail an An­di von der Wie­ner Band Mo­pe­d­rock“. Da be­haup­tet Fut­scher, er sei „ein mi­se­ra­bler Gi­tar­rist, der sich ge­le­gent­lich schrei­bend aus­tobt, was aber nie­man­den zum Tan­zen bringt“. Stimmt ... aber nur die letz­te Hälf­te des Zi­tats. 14. 9., Thea­ter am Sau­markt, Feld­kirch, 20.15

Au­tor Chris­ti­an Fut­scher hat ei­nen neu­en Er­zähl­band ge­schrie­ben.

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