LE­SER­STIM­MEN

Der Standard - - KOMMUNIKATION/KOMMENTAR DER ANDEREN -

Im­ma­nenz und Tran­szen­denz

Be­trifft: „Der Klub­zwang ist ei­ne Ein­la­dung zum Nix­tun“– In­ter­view mit Re­née Schro­eder von Ni­na Wei­ßen­stei­ner

der Stan­dard, 11. 9. 2017 Frau Schro­eder ist da­für, dass Ur­sprung und Cha­rak­te­ris­ti­ka al­ler Re­li­gio­nen dem „wis­sen­schaft­li­chen An­satz“ge­gen­über­ge­stellt wer­den soll­ten.

Ers­tens gibt es kei­nen ein­heit­li­chen der­ar­ti­gen An­satz, und zwei­tens ver­kennt die­ses Vor­ha­ben, dass es sich da­bei um zwei völ­lig ver­schie­de­ne mensch­li­che Da­seins­be­rei­che han­delt, die sorg­fäl­tig aus­ein­an­der­ge­hal­ten wer­den soll­ten, wie et­wa An­ton Zei­lin­ger emp­fiehlt.

Die so­ge­nann­te wis­sen­schaft­li­che Wel­t­an­schau­ung mar­xis­ti­scher Ideo­lo­gi­en ist re­li­gi­ons­feind­lich – sie möch­te den Men­schen aus­schließ­lich im Be­reich der Im­ma­nenz hal­ten.

Das We­sen der Re­li­gio­nen ist aber die Tran­szen­denz bzw. der Tod. Dar­über ver­mag der „wis­sen­schaft­li­che An­satz“nichts zu sa­gen, was „Sinn“ver­mit­telt.

Im Üb­ri­gen wird die­ser Ta­ge des 20. To­des­ta­ges von Vik­tor E. Frankl ge­dacht. Für den ös­ter­rei­chi­schen Psych­ia­ter war der Sinn des Le­bens nur in Be­zie­hung zum ei­ge­nen Tod denk­bar. Ru­dolf Adam­cyk

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Sturm und Stau

Be­trifft: Wahl­pro­gno­sen Die zer­stö­re­ri­schen Wir­bel­stür­me las­sen uns für die Zu­kunft Schlim­mes er­ah­nen. Dro­hen­de Park­platz­mi­se­ren und end­lo­ser Stau las­sen vie­le Pend­ler ver­zwei­feln.

Ich kann es mir nicht ver­knei­fen: Hät­ten wir im vo­ri­gen Jahr­hun­dert auf die Grü­nen ge­hört, blie­ben uns vie­le Pro­ble­me er­spart.

Wie kann es das sein, dass die Grü­nen in den Wahl­pro­gno­sen so schlecht ab­schnei­den? Ru­dolf Dan­nin­ger

4293 Gu­tau

Re­spekt und Ar­ro­ganz

Be­trifft: „Kern hat das Po­ten­zi­al, er braucht Zeit“– In­ter­view mit Franz Vra­nitz­ky von Hans Rau­scher

der Stan­dard, 9./10. 9. 2017 Wenn Franz Vra­nitz­ky im In­ter­view „Zu­rück zum Re­spekt“for­dert, soll­te er sich al­te TV-Du­el­le, die er mit Jörg Hai­der ge­führt hat, noch ein­mal an­se­hen. Dort sieht er dann, wo die Re­spekt­lo­sig­keit be­gann.

Man kann zu Jörg Hai­der ste­hen, wie man will, aber ich ha­be heu­te noch in Er­in­ne­rung, wie über­heb­lich, ar­ro­gant und re­spekt­los er von den heu­ti­gen Alt­po­li­ti­kern be­han­delt wur­de. Tho­mas Renn­ho­fer

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