Mer­kel lässt Schulz ab­blit­zen

SPD-Chef for­dert zwei­tes TV-Du­ell – Kanz­le­rin lehnt ab

Der Standard - - INTERNATIONAL -

Ber­lin – Die deut­sche Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel lehnt ein zwei­tes TV-Du­ell mit ih­rem SPD-Her­aus­for­de­rer Mar­tin Schulz ab. Das tut sie zwar schon seit Mo­na­ten, aber nun hat Schulz die Initia­ti­ve er­grif­fen und ex­tra um ein zwei­tes TV-Du­ell ge­be­ten. Denn er ist der Mei­nung, vie­le Themen (Di­gi­ta­li­sie­rung, Pfle­ge, Pen­sio­nen) sei­en beim ers­ten Zu­sam­men­tref­fen im TV-Stu­dio am 3. Sep­tem­ber zu kurz ge­kom­men.

„Des­halb ha­be ich heu­te Frau Mer­kel ei­nen Brief ge­schrie­ben und sie auf­ge­for­dert, ein nächs­tes Du­ell mit mir zu ma­chen“, sag­te Schulz am Di­ens­tag­abend. Der Korb der Kanz­le­rin kam post­wen­dend am Mitt­woch. „An­ge­la Mer­kel hat ger­ne an ei­nem TV-Du­ell teil­ge­nom­men. „Die­ses For­mat hat sich be­währt. Und da­bei be­lässt sie es“, hieß es in der CDU-Zen­tra­le. Zu­dem sei zu die­sem The­ma „al­les ge­sagt“.

Schulz gibt sich trotz mie­ser Um­fra­ge­wer­te sie­ges­si­cher und kann sich vor­stel­len, nach der Wahl mit Mer­kel zu­sam­men­zu­ar­bei­ten: „Ich stre­be an, Bun­des­kanz­ler zu wer­den. Wenn Frau Mer­kel in mein Ka­bi­nett ein­tre­ten will, kann sie das ger­ne als Vi­ze­kanz­le­rin tun.“Für ei­ne Ko­ali­ti­ons­bil­dung nennt er vier Be­din­gun­gen: Chan­cen­gleich­heit in der Bil­dung, glei­che Löh­ne für Män­ner und Frau­en, ge­rech­te Be­zah­lung in so­zia­len Be­ru­fen, Be­kennt­nis zu ei­nem de­mo­kra­ti­schen Eu­ro­pa. (bau)

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.