Neu­er Te­am­chef muss oh­ne Ju­nu­zo­vic pla­nen

Ka­pi­tän von Bre­men tritt zu­guns­ten sei­ner Fa­mi­lie aus der Na­tio­nal­mann­schaft zu­rück

Der Standard - - SPORT -

Bre­men/Wi­en – Der bis zum 30. Ok­to­ber zu be­stel­len­de neue Te­am­chef der ös­ter­rei­chi­schen Fuß­bal­lna­tio­nal­mann­schaft kann nicht auf Zlat­ko Ju­nu­zo­vic bau­en. Der 30-jäh­ri­ge Ka­pi­tän von Wer­der Bre­men er­klär­te am Frei­tag sei­nen Te­am­rück­tritt. „Mit der Be­an­spru­chung durch Klub und Na­tio­nal­team hat­te ich in der Ver­gan­gen­heit oft sehr we­nig Zeit für mei­ne klei­ne Fa­mi­lie. Ge­nau die­ser Ge­dan­ke, zu­künf­tig mehr Zeit mit mei­ner Fa­mi­lie ver­brin­gen zu kön­nen, war letzt­lich aus­schlag- ge­bend da­für, dass ich mich voll und ganz auf mei­ne Klub­kar­rie­re kon­zen­trie­ren möch­te“, schrieb Ju­nu­zo­vic, der Va­ter ei­nes ein­jäh­ri­gen Soh­nes ist.

Das ers­te sei­ner 55 Län­der­spie­le ab­sol­vier­te Ju­nu­zo­vic un­ter Jo­sef Hi­ckers­ber­ger am 1. März 2006 als 18-jäh­ri­ger GAK-Spie­ler in Wi­en ge­gen Ka­na­da (0:2). Im Jahr dar­auf ge­hör­te er je­ner U20-Aus­wahl an, die mit Rang vier bei der WM in Ka­na­da für Fu­ro­re sorg­te. Ab 2010 zähl­te der Kärnt­ner als Ös­ter­reichs Fuß­bal­ler die­ses Jah- res zum Stamm der A-Mann­schaft. In der ge­glück­ten EM-Qua­li­fi­ka­ti­on für 2016 be­stritt er al­le zehn Spie­le und schoss zwei sei­ner ins­ge­samt sie­ben Te­am­to­re. Bei der End­run­de selbst ver­letz­te sich Ju­nu­zo­vic zum Auf­takt ge­gen Un­garn und kam in Frank­reich nicht mehr zum Ein­satz.

Auch die letz­ten vier Spie­le un­ter Mar­cel Kol­ler, dem er sehr für das Ver­trau­en dank­te, ver­pass­te Ju­nu­zo­vic ver­letzt. Das 1:1 am 11. Ju­ni in Ir­land war sein letz­tes Län­der­spiel. (APA, red)

Fo­to: Reu­ters / Le­on­hard Fö­ger

Zlat­ko Ju­nu­zo­vics Ball­kunst wird Ös­ter­reichs Team feh­len.

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