Han­del mit Afri­ka

Der Standard - - WIRTSCHAFT -

Die EU ver­zeich­net seit zwei Jah­ren wie­der ei­nen Han­dels­über­schuss mit Afri­ka. Im Vor­jahr ver­zeich­ne­te die EU Ex­por­te im Wert von 145 Mrd. Eu­ro und Im­por­te in Hö­he von 117 Mrd. Der EU-Afri­ka-Han­del macht knapp sie­ben Pro­zent des ge­sam­ten Au­ßen­han­dels der Uni­on aus. Über 80 Pro­zent des Han­dels be­steht aus In­dus­trie­gü­tern.

Zahl­rei­che Ab­kom­men re­geln den Wa­ren­ver­kehr zwi­schen den bei­den Kon­ti­nen­ten. Un­ter dem Schirm der Uni­on für den Mit­tel­meer­raum ist die EU be­müht, ei­ne me­di­ter­ra­ne Frei­han­dels­zo­ne zu eta­blie­ren. Ak­tu­ell be­ste­hen bi­la­te­ra­le Ab­kom­men, aus­ge­nom­men mit Li­by­en.

Im Ju­li 2016 un­ter­schrie­ben fünf Län­der im süd­li­chen Afri­ka ein Wirt­schafts­part­ner­schafts­ab­kom­men mit der EU. Ein ähn­li­ches Ab­kom­men be­steht mit 16 Staa­ten in West­afri­ka, das noch nicht an­ge­wandt wird. Ver­hand­lun­gen lau­fen mit neun Län­dern in Zen­tral­afri­ka. Die Ab­kom­men se­hen asym­me­tri­schen Ab­bau von Zöl­len vor, der afri­ka­ni­sche Part­ner be­vor­zugt. Au­ßer­dem re­du­ziert die EU erst­mals Ex­port­sub­ven­tio­nen im Agrar­be­reich. Al­ler­dings ha­ben be­reits 34 afri­ka­ni­sche Ent­wick­lungs­län­der dank des Pro­gramms Ever­y­thing but Arms frei­en Markt­zu­gang. Für sie be­deu­tet die Part­ner­schaft vor al­lem, Zöl­le ab­zu­bau­en. (slp)

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