War­me statt wei­ße Weih­nach­ten

Nicht nur in Ös­ter­reich wur­de Schnee am 24. De­zem­ber ver­misst: In New York wur­de ein neu­er Wär­me­re­kord für den Hei­li­gen Abend er­reicht. In an­de­ren Tei­len der USA herrsch­te Tor­na­do-War­nung.

Die Presse am Sonntag - - Nachrichten -

Wi­en/New York. In den Weih­nachts­fei­er­ta­gen ei­ne Run­de im Park lau­fen – und das nur knapp be­klei­det: In New York war das in die­sem Jahr kein Pro­blem. Mit 21 Grad wur­de in der Me­tro­po­le am Don­ners­tag ein neu­er Wär­me­re­kord für den Hei­li­gen Abend er­reicht. Der bis­he­ri­ge Re­kord stammt aus dem Jahr 1996, als es am Hei­li­gen Abend in der Ost­küs­ten-Me­tro­po­le 17,2 Grad warm war. Nor­ma­ler­wei­se wird in New York im De­zem­ber ge­ra­de ein­mal ei­ne Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur von drei Grad Cel­si­us er­reicht.

Aber auch im Rest der Ver­ei­nig­ten Staa­ten spielt der­zeit das Wetter ver­rückt: In Ar­k­an­sas fie­len et­wa ten­nis­ball­gro­ße Ha­gel­kör­ner vom Him­mel. Laut dem Sen­der NBC hat­ten die früh­lings­haf­ten Tem­pe­ra­tu­ren im Os­ten die Stür­me aus­ge­löst. In Flo­ri­da wur­de es so­gar 28 Grad warm. Die Ski­ge­bie­te in den Bun­des­staa­ten New York und Penn­syl­va­nia blie­ben ge­schlos­sen.

Im Süd­os­ten und Mitt­le­ren Wes­ten der USA herrsch­te hin­ge­gen Tor­na­do- War­nung: Min­des­tens 15 Men­schen star­ben bei hef­ti­gen Tor­na­dos in den US-Süd­staa­ten Mis­sis­sip­pi, Ten­nes­see und Ar­k­an­sas. Dut­zen­de wur­den bei den Un­wet­tern ver­letzt. Die hef­tigs­ten Stür­me wur­den am Wo­che­n­en­de in der Mit­te und im Os­ten des Bun­des­staa­tes Okla­ho­ma und in Te­xas, im mitt­le­ren Sü­den der USA, er­war­tet. Busch­brän­de in Aus­tra­li­en. Im Sü­den Aus­tra­li­ens ha­ben Busch­brän­de zu Weih­nach­ten un­ter­des­sen weit über 100 Häu­ser zer­stört und gro­ße Land­stri­che ver­kohlt. Ob­wohl die Feu­er­weh­ren im Groß­ein­satz wa­ren und leich­ter Re­gen ih­nen half, wa­ren die Flam­men in ei­ner be­lieb­ten Fe­ri­en- und Küs­ten­re­gi­on ges­tern, Sams­tag, noch nicht un­ter Kon­trol­le. Et­li­che Men­schen muss­ten in Not­quar­tie­re flie­hen. Der aus­tra­li­sche Ver­si­che­rungs­ver­band ICA schätz­te den bis­he­ri­gen Scha­den zu­nächst auf rund 38 Mil­lio­nen aus­tra­li­sche Dol­lar (25 Mil­lio­nen Eu­ro). Ent­facht wur­den die Brän­de in der ver­gan- ge­nen Wo­che durch Blit­ze. In Süd­aus­tra­li­en ist es der­zeit sehr heiß. War­mes Jahr. In Ös­ter­reich zog die Zen­tral­an­stalt für Me­teo­ro­lo­gie und Geo­dy­na­mik (ZAMG) ei­ne vor­läu­fi­ge Bi­lanz: 2015 liegt vor­aus­sicht­lich 1,5 Grad über dem viel­jäh­ri­gen Mit­tel und ist da­mit in Ös­ter­reich das zweit­wärms­te Jahr der 247-jäh­ri­gen Mess­ge­schich­te. Un­ge­wöhn­lich war vor al­lem das sehr kon­stan­te war­me, tro­cke­ne und son­ni­ge Wetter. Für die hoch­al­pi­nen Re­gio­nen Ös­ter­reichs zeich­net sich über­haupt das wärms­te Jahr der Mess­ge­schich­te ab – ge­mein­sam mit 2011 und 2014.

Reu­ters

War­me Sport­klei­dung brauch­te man am 25. De­zem­ber im Cen­tral Park in New York nicht.

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