MISS STÜRZT AB

Die Presse am Sonntag - - Essen Und Trinken -

16. Ok­to­ber. Die ehe­ma­li­ge Miss Aus­tria Ena Ka­dic stürzt von ei­ner Aus­sichts­platt­form auf dem Inns­bru­cker Berg­isel 30 Me­ter in die Tie­fe. We­ni­ge Ta­ge spä­ter stirbt sie im Spi­tal an den in­ne­ren Ver­let­zun­gen. Die Ur­sa­che des Ab­stur­zes ist bis heu­te un­klar. Fremd­ver­schul­den schließt die Po­li­zei aber aus. Ge­rüch­ten zu­fol­ge soll die 26-Jäh­ri­ge beim Ver­such, sich selbst zu fo­to­gra­fie­ren, das Gleich­ge­wicht ver­lo­ren ha­ben. und Ber­lin – eben auch die pas­sen­den An­samm­lun­gen, so­ge­nann­te Street­Food-Märk­te, da­zu. Im Som­mer et­wa wur­de das Street Food Ci­ne­ma auf der Ho­hen War­te oder der Street Kit­chen Food Mar­ket in der Marx-Hal­le ab­ge­hal­ten. Der Street-Food-Hy­pe hat mitt­ler­wei­le et­was nach­ge­las­sen, jetzt wird wie­der klas­sisch ein­ge­kauft und zu Hau­se ge­kocht. Seit Kur­zem et­wa in der Markt­wirt­schaft (ei­ne klei­ne Markt­hal­le im sieb­ten Be­zirk) oder in der Mark­te­rei in der Al­ten Post. Wi­en kann mitt­ler­wei­le von sich be­haup­ten, ei­ne or­dent­li­che Bar­sze­ne zu ha­ben. Die Klas­si­ker gibt es na­tür­lich nach wie vor. Heu­er sind aber ein paar Neu­zu­gän­ge da­zu­ge­kom­men, in de­nen ei­ne krea­ti­ve Bar­kul­tur ab­seits des Cai­pi­rin­has ze­le­briert wird. Zum Bei­spiel in der Mi­ran­da Bar in der Es­ter­ha­zy­gas­se, die sich auf Te­qui­la und Mez­cal spe­zia­li­siert hat. Oder aber im Bo­ta­ni­cal Gar­den im Un­ter­ge­schoß des Ca­fe´ St­ein, im Franz von Hahn in der Ro­tens­tern­gas­se, in der Tür 7 in der Jo­sef­stadt oder aber in der eher klas­si­schen Bar Klein­od in der In­nen­stadt. Zu­ge­ge­ben, Oran­ge Wi­ne ist nichts, was erst 2015 auf­ge­kom­men ist – auch hier­zu­lan­de nicht. Es ist aber auf­fäl­lig, wie vie­le Re­stau­rant – und al­len vor­an de­ren Som­me­liers – für hei­mi­sche Ver­hält­nis­se re­la­tiv mu­tig mit dem The­ma um­ge­hen. Na­tür­lich muss Oran­ge Wi­ne nicht je­dem schme­cken, es ist aber ei­ne schö­ne Ge­le­gen­heit, sich in die Hän­de der Som­me­liers zu be­ge­ben und die­sen zu ver­trau­en – auch blind. Und: Gleich meh­re­re Wein­bars ha­ben sich (bei­na­he aus­schließ­lich) auf die na­tur­na­hen Wei­ne kon­zen­triert. Zum Bei­spiel die Som­mer-De­pen­dance des Pub Klemo vis-a-`vis vom Ba­de­schiff oder aber Kon­stan­tin Fil­ip­pou mit sei­nem Zweit­lo­kal O Bou­fes.´

Und: Hei­mi­sche Win­zer ha­ben ver­stärkt den Sekt für sich ent­deckt – et­wa Fred Lo­i­mer, der nach 17 Jah­ren Pau­se wie­der Sekt nach der Cham­pa­gner­me- am un­te­ren En­de des Nasch­markts die Chi­na Bar an der Wi­en er­öff­net, in der feu­ri­ge Si­chuan-Kü­che ge­kocht wird.

In der In­nen­stadt hat der ja­pa­ni­sche Di­ri­gent Jo­ji Hat­to­ri mit dem Shi­ki ei­nen ed­len und gut funk­tio­nie­ren­den Lu­xus-Ja­pa­ner er­öff­net. Kon­stan­tin Fil­ip­pou be­treibt nun mit sei­nem O Bou­fes´ ein klei­nes Zweit­lo­kal in der Do­mi­ni­k­aner­bas­tei, be­zie­hungs­wei­se ein Fil­ip­pou-Bis­tro mit Oran­ge-Wi­neBe­glei­tung (sie­he oben). Im 19. Be­zirk kann jetzt im Mel­ro­se (Grin­zin­ger Stra­ße 1) auch gut ka­li­for­nisch ge­ges­sen wer­den. In das eins­ti­ge Ös­ter­rei­cher im MAK ist erst vor we­ni­gen Wo­chen der deut­sche Koch Tim Mäl­zer ein­ge­zo­gen. Das Lo­kal heißt nun Sa­lon­pla­fond im MAK und wird erst seit Kur­zem im Voll­be­trieb (sprich in­klu­si­ve Abend­kar­te) be­trie­ben. Eben­falls erst im De­zem­ber hat der is­rae­li­sche Koch Ey­al Sha­ni im eins­ti­gen Dom Beisl ein Lo­kal sei­ner Pi­ta-Ket­te Miz­non er­öff­net. Wei­ters emp­foh­len sei hier noch das Es gibt Reis in der Pia­ris­ten­gas­se 15, Kar­ma Ra­men auf der Rech­ten Wi­en­zei­le 2A und die Rund­bar ge­nann­te R & Bar in der Lin­den­gas­se 1. tho­de, al­so der Me­tho­de´ tra­di­tio­nel­le, pro­du­ziert. An­de­re set­zen auf die noch äl­te­re Me­tho­de´ an­ces­tra­le und pro­du­zie­ren Pe­til­lants´ na­tu­rels (Pet Nats), so­zu­sa­gen den Oran­ge Wi­ne des Sekts. Ganz mag es zwar nicht in den Win­ter pas­sen, den­noch ist heu­er auf­ge­fal­len: Nach sü­ßen Bä­cke­rei­en, selbst ge­rös­te- tem Kaf­fee und Craft Bier ha­ben die Wie­ner ih­re Lie­be für selbst ge­mach­tes Eis ent­deckt. Klei­ne, meist von Quer­ein­stei­gern be­trie­be­ne Eis­sa­lons, die gern be­to­nen, dass sie aus­schließ­lich mit na­tür­li­chen Zu­ta­ten und viel Lie­be ar­bei­ten, sind heu­er wie die sprich­wört­li­chen Schwam­merln aus dem Bo­den ge­schos­sen, et­wa die Eis­sa­lons Leo­nes und Sche­la­to in der Jo­sef­stadt, Ge­fro­re­nes im neun­ten Be­zirk oder die Ice Cream Fac­to­ry im Sieb­ten.

Die neue, jun­ge Bar­sze­ne

Oran­ge Wi­ne und Win­zer­sekt

Die Re­nais­sance der Eis­sa­lons

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