EIN­FÜH­RUNG IN DIE GE­BÄR­DEN­SPRA­CHE

Die Presse am Sonntag - - Werkstatt -

Hier­zu­lan­de gibt es laut dem Ös­ter­rei­chi­schen Ge­hör­lo­senbund (ÖGLB) rund 8000 bis 10.000 ge­hör­lo­se Men­schen, hin­zu kom­men ca. 300.000 Schwerhörige. Sie kön­nen sich aber nicht so ein­fach mit Ge­hör­lo­sen aus an­de­ren Län­dern un­ter­hal­ten, da es welt­weit un­zäh­li­ge na­tio­na­le Ge­bär­den­spra­chen gibt. Da­zu kom­men re­gio­na­le Dia­lek­te, Hoch­spra­chen, Um­gangs­spra­chen, Ju­gend­spra­chen und ve­r­al­te­te Aus­drü­cke. Die Ös­ter­rei­chi­sche Ge­bär­den­spra­che (ÖGS) ist seit 2005 als nicht eth­ni­sche au­to­chtho­ne Min­der­hei­ten­spra­che in der Bun­des­ver­fas­sung ver­an­kert. Die in­ter­na­tio­nal tä­ti­ge Com­mu­ni­ty ver­stän­digt sich mit dem Espe­ran­to der Ge­hör­lo­sen, der künst­lich er­schaf­fe­nen In­ter­na­tio­nal Sign Lan­gua­ge, die un­ter an­de­rem auf Kon­fe­ren­zen oder Flug­hä­fen zum Ein­satz kommt. Die­se er­setzt je­doch nicht die na­tio­na­len Spra­chen. Wenn sich bei­spiels­wei­se ein Schwe­de und ein Deut­scher un­ter­hal­ten wol­len, kommt es wie in der hö­ren­den Welt dar­auf an, ob sie bei­de die­sel­be Fremd­spra­che, et­wa die Ame­ri­can Sign Lan­gua­ge, ge­bär­den kön­nen.

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