Blatt­li­nie

NACH­RICH­TEN AUS DER RE­DAK­TI­ONS­KON­FE­RENZ

Die Presse am Sonntag - - Die Seite Zwei - RAI­NER NO­WAK

Ei­ne not­wen­di­ge Ent­schul­di­gung für un­se­re Le­ser und Abon­nen­ten. Und ei­ni­ge ers­te Hö­he­punk­te des »Pres­se am Sonn­tag«-Jah­res.

Es ist ein son­der­ba­res Phä­no­men: Aus­ge­rech­net in Un­ter­neh­men, de­ren Ge­schäfts­mo­dell die Kom­mu­ni­ka­ti­on ist, gibt es mit­un­ter Feh­ler in der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Ei­nen sol­chen ha­ben wir zum Jah­res­wech­sel ge­macht. We­gen der kom­ple­xen Blatt­pla­nung in der Zeit um die Fei­er­ta­ge hat­ten wir uns im al­ten Jahr ent­schie­den, die „Pres­se“-Aus­ga­ben vom Sams­tag, den 2. Jän­ner und vom Sonn­tag, den 3. Jän­ner in ei­ner Jah­res­aus­blicks­aus­ga­be zu fu­sio­nie­ren. Der Ent­fall der Sonn­tags­zei­tung passierte zum zwei­ten Mal in der bald sie­ben­jäh­ri­gen Zei­tungs­ge­schich­te, wur­de aber lei­der kaum bis nicht an­ge­kün­digt. Da­für möch­te ich mich bei al­len Abon­nen­ten und Le­sern ent­schul­di­gen.

Ins neue „Pres­se am Sonn­tag“-Jahr star­ten wir mit ei­ni­gen gu­ten Stü­cken. Mein Fa­vo­rit stammt von un­se­rem Chef­his­to­ri­ker Gün­ther Hal­ler, der in der „Neu­en Frei­en Pres­se“vom 1. 11. 1925 die ers­te um­fas­sen­de Re­zen­si­on von „Mein Kampf“ge­fun­den hat und auf Sei­te 46 dar­über schreibt.

Ei­nen wich­ti­gen Text steu­er­te Mar­tin Gehlen bei, er schreibt nach den Atta­cken in Köln, wie weit­ver­brei­tet se­xu­el­le Über­grif­fe auf Frau­en im Na­hen Os­ten sind.

Na­tür­lich be­schäf­tigt uns auch die Prä­si­dent­schafts­wahl: Es wä­re mit Er­win Pröll ei­ne span­nen­de Wahl ge­wor­den. Mit Andre­as Khol als ÖVP-Kan­di­da­ten wird es ein in­ter­es­san­ter in­halt­li­cher Dis­kurs. Das Por­trät stammt von Mar­tin Fritzl.

Zwecks Trans­pa­renz wei­se ich dar­auf hin, dass ich wie Andre­as Khol Mit­glied der neu­en Bur­gA­ka­de­mie sein darf. Burg­thea­ter-Di­rek­to­rin Ka­rin Berg­mann hat Per­sön­lich­kei­ten ein­ge­la­den, ihr stra­te­gisch und in­halt­lich be­ra­tend zur Ver­fü­gung zu ste­hen. An mei­ner Äqui­dis­tanz wird das nichts än­dern – we­der zur ers­ten Büh­ne noch zu Khol. Schö­nen Sonn­tag.

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