LAN­GER KON­FLIKT MIT TE­HE­RAN

Die Presse am Sonntag - - Ausland -

2002:

Die im Exil wei­len­de, ira­ni­sche Op­po­si­ti­on be­rich­tet von Uran­an­rei­che­run­gen und Bau ei­nes Re­ak­tors zur Er­zeu­gung von Plu­to­ni­um.

2003:

Die EU und Te­he­ran ei­ni­gen sich auf ei­nen Ver­trag, der un­an­ge­mel­de­te In­spek­tio­nen der In­ter­na­tio­na­len Atom­ener­gie­be­hör­de (IAEA) er­laubt.

2005:

Mit dem Hard­li­ner Mahmoud Ah­ma­di­ne­jad setzt ei­ne di­plo­ma­ti­sche Eis­zeit ein. Das Atom­pro­gramm wird fort­ge­setzt.

2006:

Die IAEA über­gibt den Streit mit Te­he­ran an den UN-Si­cher­heits­rat. In den nächs­ten Jah­ren wer­den meh­re­re Re­so­lu­tio­nen ver­ab­schie­det und Sank­tio­nen ver­hängt. Wäh­rend­des­sen be­stä­tigt sich Te­he­ran zu ei­ner Atom­macht. Man sei in der La­ge, Uran bis zu 80 Pro­zent an­zu­rei­chern. Ge­sprä­che mit

2010

dem UNO-Si­cher­heits­rat blei­ben vor­erst er­folg­los.

2012:

Das Öl- und Gas­em­bar­go ge­gen den Iran trifft das Land schwer. Zeit­gleich frie­ren die USA ira­ni­sches Geld ein, gro­ße Ban­ken in der Is­la­mi­schen Re­pu­blik wer­den sank­tio­niert.

2013:

Der neue Prä­si­dent, Hassan Ro­ha­ni, zeigt sich zu Lö­sun­gen be­reit. Im sel­ben Jahr kommt es be­reits zu ei­nem In­te­rims­ab­kom­men, an das sich der Iran der IAEA zu­fol­ge auch hält.

2014–2015:

Et­li­che Ver­hand­lungs­run­den fin­den statt, vie­le in Wi­en. Knack­punkt sind die De­tails. Die De­ad­line wird im­mer wie­der ver­län­gert.

Ju­li 2015:

Nach in­ten­si­ven, ta­ge­lan­gen Ver­hand­lun­gen wird in Wi­en die his­to­ri­sche Ei­ni­gung be­kannt ge­ge­ben. Da­nach lag es an Te­he­ran, die ein­zel­nen Punk­te um­zu­set­zen.

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