Auf un­ge­lieb­tem Ter­rain »Brau­chen ei­nen Sieg«

24 ST­UN­DEN AK­TU­EL­LE NACH­RICH­TEN AUF Bun©es­li­gŻ: Ra­pid muss die Ta­bel­len­füh­rung in Altach be­haup­ten.

Die Presse am Sonntag - - Sport -

Al­tŻch. Ra­pid kämpft heu­te auf durch­aus un­ge­lieb­tem Ter­rain um die Ver­tei­di­gung der Ta­bel­len­füh­rung in der Fuß­bal­lbun­des­li­ga. In Altach setz­te es zu­letzt im ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber ei­ne bit­te­re 0:2-Nie­der­la­ge. Von den ins­ge­samt neun Aus­wärts­spie­len ge­gen die Vor­arl­ber­ger ver­lo­ren die zwei Punk­te vor Salz­burg lie­gen­den Hüt­tel­dor­fer gleich fünf Par­ti­en. Trai­ner Zoran Ba­ri­siˇc´ er­klärt die­se Bi­lanz auch mit der er­höh­ten Leis­tungs­be­reit­schaft ge­gen Ra­pid. „Ge­gen uns geht je­der über sei­ne Gren­zen.“

Die­se Er­fah­run­gen muss­ten die Hüt­tel­dor­fer in die­ser Sai­son auch be­reits bei ih­ren Aus­wärts­schlap­pen ge­gen den WAC, Grö­dig oder auch Ad­mi­ra ma­chen. „Wir wis­sen, dass wir in die­sen Par­ti­en ei­ni­ge Punk­te lie­gen ge­las­sen ha­ben, doch die­ses Buch ist für uns ge­schlos­sen“, be­ton­te Ba­ri­siˇc.´ Es könn­ten letzt­lich wich­ti­ge Punk­te ge­we­sen sein, die im Ti­tel­kampf den Salz­bur­gern in die Hän­de spie­len. RŻpi© un© ©er Lu­xus. Ra­pids Kon­zen­tra­ti­on gilt den Alt­a­chern, die in den ver­gan­ge­nen Wo­chen nach Mei­nung von Ba­ri­siˇc´ ein­deu­tig un­ter ih­rem Wert ge­schla­gen wor­den wä­ren. „Sie wa­ren zu­letzt meis­tens die bes­se­re Mann­schaft, ha­ben das aber nicht in po­si­ti­ve Er­geb­nis­se um­ge­münzt, weil sie vor dem Tor nicht ef­fi­zi­ent ge­nug wa­ren.“Der Re­spekt vor den Ki­ckern des Länd­le-Klubs ist groß. „Die Alt­a­cher sind sehr kom­pakt, spie­len tak­tisch sehr dis­zi­pli­niert, sind et­was man­n­ori­en­tier­ter, je nä­her es zum ei­ge­nen Tor geht, und ha­ben vorn rich­tig tor­ge­fähr­li­che Spie­ler“, sagt der Ra­pid-Trai­ner, der im Länd­le vor ei­nem Lu­xuspro­blem steht. Mit Aus­nah­me von Go­a­lie Jan´ No­vo­ta gibt es für al­le Ka­der­spie­ler grü­nes Licht von der me­di­zi­ni­schen Ab­tei­lung – da­mit bleibt für ei­ni­ge Pro­fis kein Platz im Auf­ge­bot. „Wir müs­sen Ent­schei­dun­gen tref­fen, die nicht je­dem schme­cken, aber jetzt muss sich zei­gen, dass wir ei­ne rich­ti­ge Mann­schaft sind. Je­der muss sich dem Te­am­ge­dan­ken un­ter­ord­nen.“

Alt­achs Mas­ter­mind Da­mir Ca­na­di hat deut­lich grö­ße­re Per­so­nal­sor­gen. Gleich drei Spie­ler, dar­un­ter auch Stamm­goa­lie Andre­as Luk­se, fal­len fix aus, drei wei­te­re sind frag­lich. Der Wie­ner woll­te die Aus­falls­lis­te aber nicht schon vor­ab als Aus­re­de ver­wen­den, son­dern stimm­te sei­ne Mann­schaft lie­ber auf ei­nen Kraft­akt ein. „Ei­ne nor­ma­le Leis­tung wird nicht rei­chen, um Ra­pid zu schla­gen. Wir brau­chen ein be­son­de­res Spiel.“ Ge­gen ©en Ab­stieg. Die Grün-Wei­ßen be­zeich­ne­te Ca­na­di als die „im Mo­ment bes­te Mann­schaft Ös­ter­reichs. Sie ha­ben ihr Sys­tem ein biss­chen um­ge­stellt, zei­gen mehr Ge­duld im Auf­bau und spie­len nicht mehr ganz so forsch nach vorn“, ana­ly­sier­te der 45-Jäh­ri­ge, nach­dem er am Mitt­woch Ra­pids 3:0 ge­gen Mat­ters­burg im Hap­pel-Sta­di­on vor Ort be­ob­ach­tet hat­te.

Wäh­rend Ra­pid bei fünf Li­ga­sie­gen in Fol­ge hält, setz­te es für die Alt­a­cher zu­letzt vier er­nüch­tern­de Nie­der­la­gen en sui­te. Der Vor­sprung des Ta­bel­len­vor­letz­ten auf Schluss­licht Grö­dig be­trägt so­mit nur noch ei­nen Punkt. Den­noch gab sich Ca­na­di ge­las­sen. „Die Si­tua­ti­on ist für uns nicht an­ders als letz­tes Jahr, dies­mal geht es eben um den Klas­sen­er­halt. Wenn wir ihn schaf­fen, wer­den wir ihn fei­ern. Und soll­ten wir ab­stei­gen, wür­de uns das nicht um­wer­fen.“

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.