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Die Presse am Sonntag - - Leben -

Das Wort „ ju­ke“

kam ver­mut­lich über das Kreo­li­sche aus West­afri­ka ins Eng­lisch der US-Süd­staa­ten, es be­deu­te­te ur­sprüng­lich „un­or­dent­lich“, dann stand es für Beisl, aber auch für ei­nen an­züg­li­chen Tanz­stil.

Die Ju­ke­box

hieß zu­erst kor­rekt „Co­inOpe­ra­ted Pho­no­graph“, po­pu­lär wur­de sie in den Vier­zi­ger­jah­ren, wich­tig mit dem Rock ’n’ Roll. Füh­ren­de Pro­du­zen­ten wa­ren J. P. See­burg, Ro­ckO­la und die Ru­dol­ph Wur­lit­zer Com­pa­ny.

Franz R. Wur­lit­zer

aus Sach­sen grün­de­te sei­ne Fir­ma 1853. Sie pro­du­zier­te auch Mu­sik­in­stru­men­te, vor al­lem Kla­vie­re. 1985 wur­de sie von der Bald­win Pia­no Com­pa­ny, 2001 von Gib­son über­nom­men. Die deut­sche Toch­ter­fir­ma er­zeug­te noch bis 2013 Ju­ke­bo­xes, dann wur­de sie an ei­ne In­ves­to­ren­grup­pe ver­kauft, nun geht sie in In­sol­venz.

„Wur­lit­zer“

hieß auch zwi­schen 1987 und 1995 ei­ne be­lieb­te Pu­bli­kums­wunsch­sen­dung des ORF.

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