Zwölf Jah­re im Wei­ßen Haus

Oder: War­um Do­nald Trump we­nig mit Frank Un­der­wood ge­mein hat.

Die Presse am Sonntag - - Menschen - VO N FLO­RI­AN ASAMER

zwölf Jah­re im Wei­ßen Haus ge­wohnt hat, und soll­te An­ge­la Mer­kel bis da­hin noch deut­sche Bun­des­kanz­le­rin sein, sie wä­re auf gro­ßen Kon­fe­ren­zen nicht mehr ganz so al­lein un­ter lau­ter An­zug­trä­gern.

Das Phä­no­men Do­nald Trump wird üb­ri­gens gern in Zu­sam­men­hang mit Frank Un­der­wood ge­bracht, dem von Ke­vin Spacey ge­spiel­ten skru­pel­lo­sen TV-Se­ri­en-Prä­si­den­ten in „Hou­se of Cards“, das gera­de in sei­ne ak­tu­el­le vier­te Staf­fel geht. Die Par­al­le­le ist in­so­fern eher krampf­haft, als Un­der­wood der In­be­griff des von Trump so hart kri­ti­sier­ten po­li­ti­schen Esta­blish­ments in Wa­shing­ton ist, über­aus kon­trol­liert und be­re­chen­bar, nur für sei­ne po­li­ti­schen Geg­ner eben nicht.

Ba­rack Oba­ma hat üb­ri­gens be­kannt ge­ge­ben, nach dem En­de sei­ner Amts­zeit auch 2017 wei­ter in der ame­ri­ka­ni­schen Haupt­stadt woh­nen blei­ben zu wol­len. Ei­ner Rück­kehr nach Chi­ca­go, von wo aus die Oba­mas in Rich­tung des Wei­ßen Hau­ses auf­bra­chen, steht der­zeit noch das jüngs­te Mit­glied der Fa­mi­lie ent­ge­gen: Oba­mas Toch­ter Sa­sha, 14, geht der­zeit in die zehn­te Klas­se der Sid­well Fri­ends School. Sie macht ih­ren Ab­schluss frü­hes­tens im Früh­ling 2018. Die äl­te­re Toch­ter, Ma­lia, die 17 Jah­re alt ist, wech­selt heu­er von der High­school auf das Col­le­ge. „Ein Wech­sel in der High­school wä­re hart“, meint Oba­ma. Da­mit kann er sich das Wir­ken sei­ner Nach­fol­ge­rin und ehe­ma­li­gen Au­ßen­mi­nis­te­rin aus nächs­ter Nä­he an­se­hen.

Oder viel­leicht doch Do­nald Trump? Er könn­te dann Richard Lug­ner auf Staats­be­such emp­fan­gen.

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