In der Ob­hut der Wel­len

Die Presse am Sonntag - - Lesenhören -

Vom Meer. An der iri­schen West­küs­te ist Re­bec­ca mit ih­rem Ad­op­tiv­sohn To­mas ge­stran­det, ei­nem tau­ben, ent­wick­lungs­ver­zö­ger­ten Drei­zehn­jäh­ri­gen. Mut­ter und Sohn, ein un­glei­ches Paar, um­ge­ben von Mee­res­wind und Wel­len. To­mas, der für sein Le­ben gern schwimmt, ver­schwin­det ei­nes Mor­gens in den Flu­ten. Co­lum McCann hat ei­ne at­mo­sphä­risch star­ke Ge­schich­te ge­schrie­ben über die An­zie­hungs­kraft des Mee­res, die Ge­heim­nis­se der Kin­der vor ih­ren El­tern, und die Schwie­rig­keit des Los­las­sens. Ge­bun­den in ei­ner hüb­schen, aber nicht gera­de güns­ti­gen Son­der­aus­ga­be. som

Co­lum McCann: „Ver­schwun­den“, über­setzt von Dirk van Gunste­ren, Edi­ti­on Kat­te­gat, 96 S., 15,40 Euro.

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