PFLE­GE­UR­LAUB: DIE RECHT­LI­CHE LA­GE

Die Presse am Sonntag - - Leben -

An­spruch auf Pfle­ge­ur­laub – kor­rekt heißt es Pfle­ge­frei­stel­lung – ha­ben Ar­beit­neh­mer im Aus­maß von ei­ner Wo­che, wenn ein na­her An­ge­hö­ri­ger (Kind, Gat­te, ein­ge­tra­ge­ner Part­ner oder auch das Kind des Part­ners aus ei­ner frü­he­ren Be­zie­hung etc.) er­krankt ist, ge­pflegt wer­den muss und kei­ne an­de­re Pfle­ge (et­wa durch die Oma des Kin­des) mög­lich ist. Pfle­ge­frei­stel­lung steht ei­nem im Aus­maß der re­gel­mä­ßi­gen wö­chent­li­chen Ar­beits­zeit zu, bei ei­ner Teil­zeit­be­schäf­ti­gung al­so ent­spre­chend we­ni­ger. Die­se ei­ne Wo­che gilt un­ab­hän­gig da­von, wie vie­le Kin­der man hat. Bei Kin­dern un­ter zwölf Jah­ren hat man An­spruch auf ei­ne wei­te­re Wo­che, die zwei Wo­chen dür­fen nicht hin­ter­ein­an­der ge­nom­men wer­den. Grund­sätz­lich muss man mit dem zu pfle­gen­den Kind im sel­ben Haus­halt le­ben. Aus­nah­me: Leib­li­che El­tern so­wie Wahl- und Pfle­ge­el­tern ha­ben auch nach der Tren­nung An­spruch auf Pfle­ge­frei­stel­lung, selbst wenn sie nicht im Haus­halt mit dem Kind le­ben.

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