So skur­ril ist das Land­le­ben

Die Presse am Sonntag - - Kultur -

Mit der Dor­fsa­ti­re »Blas­mu­sik­pop« hat sich die jun­ge Ös­ter­rei­che­rin Vea Kai­ser aus­ge­tobt. An Vea Kai­sers Ro­man schei­den sich die Geis­ter. Die ei­nen fin­den ihn um­wer­fend ko­misch, die an­de­ren un­er­träg­lich platt: Je­den­falls ist „Blas­mu­sik­pop“(2012) ein be­acht­li­ches De­büt, vol­ler gro­tes­ker Ge­stal­ten, die ei­nem aber doch ans Herz wach­sen kön­nen, und das vor al­lem da­von lebt, dass den meis­ten Le­sern nichts so fremd ist wie das Land­le­ben. Ein Brauch wie der des Mai­baum­fla­derns scheint wie ge­schaf­fen für die ei­ne oder an­de­re ko­mi­sche li­te­ra­ri­sche Sze­ne. Be­son­ders hübsch sind üb­ri­gens die Ge­sprä­che der Müt­ter in der Dorf­kon­di­to­rei ge­ra­ten. In­ter­es­sant wä­re es, ob Men­schen, die das Le­ben in der Pro­vinz aus ei­ge­ner An­schau­ung ken­nen, den Ro­man an­ders auf­neh­men als ein­ge­fleisch­te Städ­ter (Kie­pen­heu­er & Witsch, 491 Sei­ten)

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