Die Na­tur re­det ein Wört­chen mit

Die Presse am Sonntag - - Kultur -

»Al­tes Land«: Dör­te Han­sens bit­ter-ver­söhn­li­che Er­zäh­lung vom Ver­trie­ben­sein und An­kom­men. „Die­ses Haus ist meins und doch nicht meins, wer nach mir kommt, nennt es auch seins.“Das steht, in Platt­deutsch, über dem Ein­gang des Reet­hau­ses, das Ve­ra be­wohnt. In Dör­te Han­sens „Al­tes Land“(2015) geht es um die Ver­gan­gen­heit, auf der wir auf­bau­en, und die Zu­kunft, auf die wir uns vor­be­rei­ten – so gut wir es eben ver­mö­gen. Im Mit­tel­punkt ste­hen drei Frau­en: Hil­de­gard, die als Ver­trie­be­ne ei­ne neue, un­ge­lieb­te Hei­mat im Dorf fand, da­bei aber stets bit­ter blieb, ih­re Toch­ter Ve­ra, das „Po­la­cken­kind“, die hier wi­der Wil­len ver­wur­zelt ist – und de­ren Nich­te Anne, die aus Ber­lin ins Dorf zieht. Es ist ein Ro­man über die Ge­ne­ra­tio­nen und über ei­ne Na­tur, die wie das Haus „meins ist und doch nicht meins“. (Al­brecht Kn­aus Ver­lag, 288 Sei­ten)

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