AD­LER

Die Presse am Sonntag - - Seit -

ge­spielt. Es gibt dort nicht die Nei­gung der In­tel­li­genz zu sa­gen: Links ist gut und rechts bö­se. In dem klei­nen Dorf, aus dem ich kom­me, Deutsch­ba­se­litz, ging es bei der ers­ten Wahl um Krieg oder Frie­den. Und das blieb so. Al­les ist in Deutsch­land so ver­gan­gen­heits­ab­hän­gig und da­her falsch, es geht nie um die Sa­che, um Wahr­heit oder Lü­ge. Aber kann der Künst­ler hier nicht et­was bei­tra­gen zum po­li­ti­schen Dis­kurs? Wir Künst­ler ma­chen Stim­mung für die Her­zen, das ist wich­tig für die Ge­sell­schaft. Aber es ist nicht die Auf­ga­be der Des Ma­lers Mas­kott­chen. Seit fast vier­ein­halb Jahr­zehn­ten ist der Ad­ler in den Wer­ken des Ma­lers prä­sent. Schrö­ders Sym­bol. Ger­hard Schrö­der ließ als Kanz­ler ein Ba­se­litz-Bild mit stür­zen­dem Ad­ler hin­ter sei­nem Schreib­tisch auf­hän­gen. Auf dem Kopf. Die Hal­tung kopf­über ist ty­pisch für Ba­se­litz – mit auf dem Kopf ste­hen­den Bil­dern wur­de er ab Mit­te der 1970er welt­be­rühmt.

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