GE­SCHICH­TE

Die Presse am Sonntag - - Ausland -

Un­ab­hän­gig­keit.

Nach bei­na­he drei Jahr­hun­der­ten spa­ni­scher Ko­lo­ni­al­herr­schaft hat sich 1821 das heu­ti­ge Pa­na­ma ab­ge­spal­tet, um sich Groß­ko­lum­bi­en an­zu­schlie­ßen – ei­nem Staats­we­sen, dem auch Ve­ne­zue­la und Ecua­dor an­ge­hör­ten. 1903 er­lang­te das mit­tel­ame­ri­ka­ni­sche Land mit tat­kräf­ti­ger Un­ter­stüt­zung der USA tat­säch­lich sei­ne Un­ab­hän­gig­keit.

Im Hin­ter­hof der USA.

Pa­na­ma blieb aber von Wa­shing­ton ab­hän­gig, das bis 1999 die Kon­trol­le über die Ka­nal­zo­ne aus­üb­te. Vor fast 80 Jah­ren wur­de hier üb­ri­gens ein USPrä­si­dent­schafts­kan­di­dat ge­bo­ren – John McCain, der Sohn ei­nes in der Ka­nal­zo­ne sta­tio­nier­ten Ad­mi­rals.

Pa­na­ma­ka­nal.

Die Bau­ar­bei­ten un­ter USÄgi­de dau­er­ten zehn Jah­re, bis am 15. Au­gust 1914 – als Eu­ro­pa ge­ra­de im Ers­ten Welt­krieg ver­sank – ein jahr­hun­der­te­al­ter Traum Wirk­lich­keit wur­de. Am Isth­mus, ei­ner 50 Ki­lo­me­ter brei­ten Eng­stel­le, wur­de der Pa­na­ma­ka­nal er­öff­net – die Ver­bin­dung zwi­schen At­lan­tik und Pa­zi­fik. Die fran­zö­si­schen Er­bau­er des Su­e­zKa­nals wa­ren rund 30 Jah­re zu­vor an dem Pro­jekt ge­schei­tert: Mehr als 20.000 Ar­bei­ter star­ben an Mala­ria, Gelb­fie­ber, Ty­phus oder Cho­le­ra.

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