Grenz­plä­ne »unan­nehm­bar«

Brüs­sel übt Kri­tik an Ös­ter­reichs Vor­ge­hen am Bren­ner. Bar­rie­ren wi­der­spre­chen „In­halt der EU-Ver­trä­ge“, be­kla­gen EU-Po­li­ti­ker.

Die Presse am Sonntag - - Nachrichten -

Brüs­sel. Die EU-Kom­mis­si­on legt in ih­rer Kri­tik an Ös­ter­reichs um­strit­te­nen Plä­nen zur Grenz­si­che­rung nach: „Der Ge­dan­ke, Bar­rie­ren in der EU auf­zu­rich­ten, ist unan­nehm­bar und wi­der­spricht dem In­halt der EU-Ver­trä­ge“, sag­te die EU-Au­ßen­be­auf­trag­te Fe­de­ri­ca Mo­g­her­i­ni der Zei­tung „La Stam­pa“. Auch der Vi­ze­prä­si­dent der Kom­mis­si­on, Frans Tim­mer­m­ans, rüg­te Ös­ter­reichs Bren­ner-Plä­ne: „Wenn wir Eu­ro­pa auf­recht­er­hal­ten wol­len, müs­sen wir auf­hö­ren, im­mer wie­der neue Gren­zen zu er­rich­ten“, er­klär­te er im Deutschlandfunk. Nach­satz: „Und ich fin­de, dass wir das auch von Ös­ter­reich ver­lan­gen kön­nen.“

Wie be­rich­tet, droht die hei­mi­sche Re­gie­rung nicht nur mit Kon­trol­len zu Ita­li­en, son­dern lässt am Bren­ner auch Bar­rie­ren vor­be­rei­ten. „Wir wer­den Vor­rich­tun­gen für ei­nen Zaun er­rich­ten, aber wir wer­den den Zaun nicht ein­hän­gen“, sag­te In­nen­mi­nis­ter Wolf­gang So­bot­ka kürz­lich. Dies ge­sche­he dann, wenn es die La­ge er­for­de­re.

Grenz­kon­trol­len sind der­zeit auch in an­de­ren EU-Län­dern hoch im Kurs. Ne­ben Ös­ter­reich drän­gen ak­tu­ell näm­lich auch Frank­reich, Bel­gi­en, Dä­ne­mark, Schweden und Deutsch­land dar­auf, die Grenz­kon­trol­len im Schen­gen­Raum für min­des­tens sechs Mo­na­te zu ver­län­gern.

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