WÄ­SCHE

Die Presse am Sonntag - - Mein Geld -

Lin­ge­rie Ma­nu­fak­tur.

Da­nie­la Pa­ra­deis fer­tigt Da­men­un­ter­wä­sche nach Maß im zehn­ten Be­zirk. Die BHs kön­nen auch in Stan­dard­grö­ßen im Web­shop ge­kauft wer­den.

300 Eu­ro

auf­wärts kos­tet ein maß­ge­fer­tig­tes Stück. Der Auf­wand ist groß. Pa­ra­deis muss, da­mit der BH auch wirk­lich sitzt, das Mo­dell meist zwei­mal nä­hen. da­nie­la­pa­ra­deis.com (Web­shop) lin­ge­rie­ma­nu­fak­tur.at her­vor­quel­len darf, wenn man die Ar­me hebt. „Je­de Frau ist un­ter­schied­lich“, sagt Pa­ra­deis. Sie sei selbst im­mer über­rascht, wie un­ter­schied­lich die glei­chen BHs an Mo­dels bei Shoo­tings aus­se­hen – und sit­zen. Sie er­zählt das, wäh­rend sie Kaf­fee mit Reis­milch ser­viert. Der ty­pi­sche Mil­cher­satz für Ve­ga­ner wie Pa­ra­deis, die auch ih­re Mo­de ve­gan pro­du­ziert: „Was jetzt nicht so schwie­rig ist.“Sie ver­wen­de des­we­gen Kunst­le­der – und Sei­de eben gar nicht. Was sie nicht als Nach­teil emp­fin­det. „Ich will mei­ne Hö­schen eh nicht mit der Hand wa­schen.“ Zwei Mo­del­le für ei­nen Kun­den. Da­für muss sie bei der Ent­ste­hung der BHs um­so mehr Fin­ger­ge­schick zei­gen. Ei­nen Tag dau­ert es im Schnitt, bis sie ein Teil fer­tig hat. Un­ter­wä­sche zu nä­hen, das be­deu­tet in ers­ter Li­nie, Fein­ar­beit mit un­ter­schied­li­chen Ma­te­ria­li­en zu leis­ten. Je nach Mo­dell kön­nen schon ein­mal Schaum­stoff, Le­der und Kunst­fa­ser in ei­nem Mo­dell vor­kom­men. Wird es maß­ge­schnei­dert, muss sie das Mo­dell meis­tens so­gar zwei­mal nä­hen. „Ich ha­be ei­ne Naht­zu­ga­be von fünf Mil­li­me­tern, da macht das Auf­tren­nen kei­nen Sinn“, sagt sie.

In ih­rer Kol­lek­ti­on sind, ab­ge­se­hen von BHs oh­ne Bü­gel, üb­ri­gens Re­troUn­ter­ho­sen, die bis über den Bauch ge­hen (so­ge­nann­te High Waist Pan­ties), be­liebt. Zu­letzt hät­ten sie Mo­dels bei ei­ner Mo­de­schau un­ter der Kol­lek­ti­on ei­nes De­si­gners an­ge­zo­gen. Pa­ra­deis hät­te bei je­dem Mo­del ge­wusst, wer die High Waist Pan­ties tra­ge und wer nicht. „Die­se Mo­dels hat­ten ei­nen ganz an­de­ren Gang. Viel fe­mi­ni­ner.“

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