Wo Spio­ne gern spei­sen

Die Presse am Sonntag - - Lesenhören -

Spio­na­ge­ro­man. Olen St­ein­hau­er zählt zu den er­folg­reichs­ten Au­to­ren an­spruchs­vol­ler Po­lit- und Spio­na­ge­ro­ma­ne („Die Kai­roAf­fä­re“). Nun liegt mit „Der An­ruf“ei­ne Spio­na­ge­ge­schich­te vor, die zu gro­ßen Tei­len im Wi­en des Jah­res 2006 spielt. St­ein­hau­er hat Lo­ka­li­tä­ten und Po­lit­land­schaft akri­bisch re­cher­chiert, sich aber gleich­zei­tig zu sehr in die Idee ver­liebt, ei­ne kam­mer­spiel­ar­ti­ge Spio­na­ge­ge­schich­te zu schrei­ben. Dar­un­ter lei­det lei­der auch die Glaub­wür­dig­keit. Was aber am meis­ten ver­stört: Glaubt man dem Au­tor, ge­hen Spio­ne lie­ber es­sen als die Welt zu ret­ten. phu Olen St­ein­hau­er: „Der An­ruf“. Über­setzt von Fried­rich Ma­der. Bles­sing Verlag, 272 Sei­ten, 20,60 Eu­ro.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.