Um­wein­gü­ter

Die Presse am Sonntag - - Österreich -

Je­doch im­mer mit dem un­ver­kenn­ba­ren Pfaffl-Pfef­ferl. Dass aber auch opu­len­te Rot­wei­ne vor den To­ren Wi­ens auf Welt­rang­ni­veau ge­dei­hen, be­wei­sen Ro­man und Ro­man Jo­sef je­des Jahr aufs Neue. Die gro­ßen Ro­ten, St. Lau­rent Al­ten­berg, so­wie die bei­den Cu­vées Ex­cel­lent und Heidrom spie­len re­gel­mä­ßig in der in­ter­na­tio­na­len Top­li­ga mit. Zu fin­den sind die­se Top­wei­ne in über 20 Län­dern, ei­ne Leis­tung, die sich se­hen las­sen kann.

Die Rot­wein­in­sel und der Pio­nier

Auf der Rot­wein­in­sel im Pul­kau­tal na­he Retz ge­le­gen, setzt das Wein­gut Nor­bert Bau­er aus Jet­zels­dorf be­reits in der 13. Ge­ne­ra­ti­on auf das le­ben­de Ter­ro­ir und das son­ni­ge Kli­ma die­ser be­son­de­ren Wein­in­sel. Ös­ter­rei­chi­sche Klas­si­ker wie Zwei­gelt, Sankt Lau­rent, Blau­er Por­tu­gie­ser und selbst Blau­frän­kisch ha­ben hier im nord­west­li­chen Wein­vier­tel ei­ne lan­ge Tra­di­ti­on. Für vie­le gilt Nor­bert Bau­er als der Rot­wein­spe­zia­list im Wein­vier­tel. Doch auch mit sei­nen Weiß­wei­nen punk­tet Nor­bert Bau­er, da­von zeu­gen vie­le na­tio­na­le und in­ter­na­tio­na­le Aus­zeich­nun­gen. Ge­nuss­men­schen, die die Ba­lan­ce von Na­tur und Win­zer­at­mo­sphä­re mö­gen, füh­len sich hier in per­fek­tem Ein­klang auf­ge­ho­ben. Vier Künst­ler- und ein Ge­nie­ßer­zim­mer, die von be­deu­ten­den Künst­lern der Re­gi­on mit­ge­stal­tet wur­den, la­den zu ei­nem Kurz­ur­laub ein. Zur Som­mer­son­nen­wen­de fin­det jähr­lich im Win­zer­gar­ten ein ganz be­son­de­res Fest statt: Wil­de Wei­ne, da wird ge­ta­felt, ver­kos­tet und rund um das gro­ße Sonn­wend­feu­er ge­tanzt.

Win­zer des Jah­res

Hans und Uli Set­zer ge­hö­ren zu je­ner Ge­ne­ra­ti­on ös­ter­rei­chi­scher Win­zer, die Wein zum Le­bens­stil er­ho­ben ha­ben. Das Wein­ma­chen und das Wein­ge­nie­ßen sind für bei­de Lei­den­schaft und Her­aus­for­de­rung zu­gleich. 30 Hekt­ar bes­ter Wein­gär­ten be­wirt­schaf­tet das Wein­gut Set­zer in Ho­hen­warth am Fuß des Man­harts­ber­ges, in ei­nem der höchst­ge­le­ge­nen Wein­bau­or­te Nie­der­ös­ter­reichs. Die­ses Ge­biet rund um Ho­hen­warth ist be­son­ders prä­des­ti­niert für Weiß­wei­ne, al­len vor­an den Grü­nen Velt­li­ner, aber auch für die Rebs­or­te Ro­ter Velt­li­ner, ei­ne ra­re Weiß­wein­sor­te. Je­ne zwei Rebs­or­ten, die auch im Wein­gut Set­zer maß­geb­lich kul­ti­viert wer­den. Ei­nes der er­klär­ten Zie­le des Wein­gu­tes ist es, den bei­den Rebs­or­ten auf dem in­ter­na­tio­na­len Markt ein noch bes­se­res Image zu ver­schaf­fen, und ih­re Her­kunft im Glas zu zei­gen. Von Ho­hen­warth aus ha­ben die Wei­ne des Wein­guts Set­zer die Welt er­obert. Man fin­det sie in 15 ver­schie­de­nen Län­dern, vom Re­stau­rant Stei­rer­eck in Wi­en bis zum Re­stau­rant Spa­go von Wolf­gang Puck in Los An­ge­les.

Schlossweingut Malteser Ritterorden

„Op­ti­mus quis­que“heißt „Ein­fach das Bes­te“und ist seit fast 900 Jah­ren der Leit­satz des Sou­ve­rä­nen Malteser Rit­ter­or­dens. Seit 1969 wer­den die Wein­gär­ten des Schloss­wein­gu­tes Malteser Ritterorden in Mail­berg von der Wein­kel­le­rei Lenz Mo­ser nach den Grund­sät­zen ei­ner um­welt­scho­nen­den Trau­ben­pro­duk­ti­on be­wirt­schaf­tet. Gü­te vor Men­ge, or­ga­ni­sche Dün­gung, le­ben­di­ger Bo­den. Die Wein­gär­ten sind in stei­len Kes­sel­la­gen an­ge­legt, die viel Son­nen­licht be­kom­men und Schutz vor kal­ten Win­den bie­ten. Die Kes­sel­la­ge von Mail­berg Val­ley ist ide­al für den Aus­bau von fruch­tig-fri­schen Weiß­wei­nen und mäch­ti­gen Rot­wei­nen. Ei­ne Viel­zahl an Pio­nier­leis­tun­gen er­folg­te im Mail­ber­ger Wein­gut, so wur­de be­reits 1978 be­gon­nen, Rot­wei­ne im Bar­ri­que­fass aus­zu­bau­en. Das Wein­gut ist Stamm­gast beim Sa­lon Ös­ter­rei­chi­scher Wein und zählt zu den Top­adres­sen des Wein­vier­tels. In­ner­halb von we­ni­gen Jah­ren ist es den Öno­lo­gen von Lenz Mo­ser ge­lun­gen, das Schlossweingut zu ei­nem Aus­hän­ge­schild des ös­ter­rei­chi­schen Wein­baus zu ma­chen.

Wein­rie­der ex­trem

„Ge­nia­li­tät ist oft nur ei­nen Mil­li­me­ter von der Ka­ta­stro­phe ent­fernt.“Ob Wein­gar­ten­ar­beit, Aus­bau der Wei­ne oder Ver­mark­tung, Fried­rich Rie­der sucht kon­se­quent den Weg ab­seits des Üb­li­chen. Er ist ein Grenz­gän­ger, ein Ent­de­cker mit gro­ßer Lei­den­schaft, im­mer auf der Su­che nach dem Au­ßer­ge­wöhn­li­chen, dem Be­son­de­ren. Sei­ne Wei­ne müs­sen Fi­nes­se, Kraft und Cha­rak­ter in sich bün­deln – und ex­trem lang­le­big sein. Und es sind eben die­se Ei­gen­schaf­ten, die Wein­rie­ders Wei­ne auf die Wein­kar­ten der in­ter­na­tio­na­len Spit­zen­re­stau­rants rund um den Glo­bus brin­gen. Spä­te Ern­te und lan­ge Rei­fe auf der Fein­he­fe ma­chen die Wei­ne zu Langstre­cken­läu­fern, Wei­ne, die noch nach Jah­ren durch ein­zig­ar­ti­ge Vi­ta­li­tät be­zau­bern. „Wein­rie­der ex­trem“ist nicht nur das Mot­to sei­ner all­jähr­li­chen Wein­prä­sen­ta­ti­on, son­dern auch das Dog­ma des Win­zers, ei­ne nie en­den wol­len­de Her­aus­for­de­rung. „1000 Par­ker­punk­te und Co“ist die Top­kol­lek­ti­on von zehn Jahr­gän­gen der bes­ten Re­ser­ven und Wein­le­gen­den aus der Schatz­kam­mer. Ein ein­zig­ar­ti­ges Wei­n­er­leb­nis für al­le Wein­freaks!

FO­TO: PETR BLAHA

15 nam­haf­te Wein­gü­ter und ei­ne Mis­si­on: die Pre­mi­um­wein­gü­ter Wein­vier­tel.

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