Mai­wein

Die Presse am Sonntag - - Essen Und Trinken -

„Mög­lichst jun­ger und fri­scher Wald­meis­ter (in den Mo­na­ten April und Mai) vor der Blü­te wird sorg­fäl­tig aus­ge­sucht, wo­bei die un­te­ren Blät­ter und die un­te­ren Tei­le der Sten­gel ent­fernt wer­den. Wenn man ihn nicht selbst ge­pflückt hat, wird er un­mit­tel­bar vor dem Ge­brauch rasch in Was­ser ab­ge­spült, dann, falls Kräu­ter in reich­li­cher Men­ge vor­han­den sind, in ein Por­zel­lan­sieb ge­legt und Zu­cker dar­über ge­streut. So­viel Fla­schen Mo­sel- oder Rhein­wein, als man Mai­t­rank zu ha­ben wünscht, wer­den nun durch das Por­zel­lan­sieb in ei­ne Bow­le ge­gos­sen, da von dem lieb­lich-aro­ma­ti­schen Duf­te des Wald­meis­ters der Wein hier­durch hin­rei­chend Wür­ze ent­hält. Das Ge­trän­ke muss nach Ge­schmack mit Zu­cker nach­ge­süßt wer­den.“ Gar­nie­rung: Koch­buch­au­to­rin Hen­ri­et­te Da­vi­dis (1801–1876) emp­fiehlt auch ge­fro­re­nen Mai­t­rank, der „sehr er­qui­ckend an hei­ßen Ta­gen“sei.

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