ZU­KUNFT

Die Presse am Sonntag - - Sport -

den Kopf dar­über. Al­ler­dings, und das weißt du als Fuß­bal­ler: Nie­mand ist da­vor ge­feit, sich schwe­rer zu ver­let­zen. Es kann je­den tref­fen. Wir müs­sen für al­les ge­wapp­net sein, aber Welt darf des­we­gen trotz­dem kei­ne für uns zu­sam­men­bre­chen. Wir müs­sen ein­fach auf den Ernst­fall vor­be­rei­tet sein. Ist das ÖFB-Team vor­be­rei­tet? Hat der Leit­satz „Nie­mand ist un­er­setz­bar“in der ös­ter­rei­chi­schen Mann­schaft tat­säch­lich Gül­tig­keit? Das ist ganz schwie­rig zu be­ant­wor­ten. Wir hat­ten in der Qua­li­fi­ka­ti­on zur Eu­ro­pa­meis­ter­schaft Spie­le wie ge­gen Russ­land, bei wel­chen Da­vid Ala­ba oder auch Ju­li­an Baum­gart­lin­ger aus­ge­fal­len sind und wir als Mann­schaft gut dar­auf re­agiert ha­ben. Das war ab­so­lut po­si­tiv. Viel­leicht wird es durch man­chen Aus­fall schwie­ri­ger, viel­leicht kön­nen wir un­ser Spiel nicht zu 100 Pro­zent nach un­se­ren Vor­stel­lun­gen auf­zie­hen, das ist dann auch dem Spiel­rhyth­mus ge­schul­det. Den­noch glau­be ich: Wir ha­ben die Qua­li­tät, Po­si­tio­nen 1:1 er­set­zen zu kön­nen. Ich ma­che mir dies­be­züg­lich kei­ne gro­ßen Sor­gen. Bei der Eu­ro war­ten kon­trä­re Auf­ga­ben, wenn man an Un­garn oder Por­tu­gal denkt. Aus psy­cho­lo­gi­scher Sicht: Ge­hen Sie lie­ber als Fa­vo­rit oder Au­ßen­sei­ter in ein Spiel? Ganz ehr­lich, mit ei­ner Mann­schaft wie dem Na­tio­nal­team ist es mir ganz egal. Ob Fa­vo­rit oder Au­ßen­sei­ter: Wir ge­hen in je­des Spiel, um es zu ge­win­nen. Was am En­de da­bei raus­kommt, wis­sen wir al­le nicht. Wir wer­den un­se­re Leis­tung ab­ru­fen müs­sen, nicht nur dar­über re­den – das ist im­mer ein­fa­cher. Wie be­ur­tei­len Sie die Grup­pe? Ich se­he sie als sehr aus­ge­gli­chen an. Al­le die­se vier Mann­schaf­ten ha­ben in der Qua­li­fi­ka­ti­on gu­ten Fuß­ball ge­spielt. Man den­ke nur an die Is­län­der, die sich ge­gen Tsche­chi­en, die Tür­kei und die Nie­der­lan­de be­haup­ten konn­ten. Al­le un­se­re Geg­ner er­hof­fen sich ge­gen uns ei­ne Chan­ce. Je­des die­ser Spie­le ist ei­ne 50:50-Par­tie. Zwar hat Ju­nu­zo­vi´c in Bre­men noch bis 2018 ei­nen Ver­trag, ein Wech­sel im Som­mer scheint den­noch rea­lis­tisch. An In­ter­es­sen­ten soll­te es je­den­falls nicht man­geln. Zu­letzt war von ei­ner Aus­stiegs­klau­sel die Re­de, soll­te Bre­men ab­stei­gen. Dem­nach wä­re Ju­nu­zo­vi´c im Som­mer ab­lö­se­frei zu ha­ben. Ge­gen­über der „Pres­se am Sonn­tag“mein­te der 28-Jäh­ri­ge: „Ver­trä­ge sind Pri­vat­an­ge­le­gen­heit. Ich kom­men­tie­re das nicht.“

Ian Ehm /Ver­lags­grup­pe News / pic­tu­re­desk.com

Zlat­ko Ju­nu­zo­vi´c in sei­nem zwei­ten Zu­hau­se, dem We­ser­sta­di­on in Bre­men.

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