Welt-Asth­ma-Tag: Be­schwer­de­frei le­ben

Die Presse am Sonntag - - Leben -

Der Welt-Asth­ma-Tag am 3. Mai rück­te die Krank­heit und ih­re Be­hand­lung wie­der stär­ker in den Fo­kus.

Der Welt-Asth­ma-Tag, der die­se Wo­che statt­ge­fun­den hat, wur­de vor fast 20 Jah­ren ins Le­ben ge­ru­fen, um ei­ne brei­te Öf­fent­lich­keit auf das The­ma auf­merk­sam zu ma­chen. Asth­ma ist ei­ne chro­nisch ent­zünd­li­che Er­kran­kung der Atem­we­ge, die Lun­ge re­agiert über­emp­find­lich, die Luft­we­ge ver­en­gen sich. Schleim­se­kret wird ver­mehrt ge­bil­det und die Bron­chi­al­mus­ku­la­tur ver­krampft sich. Bei ei­nem Asth­ma­an­fall hat man das Ge­fühl zu er­sti­cken, schwe­re Asth­ma­an­fäl­le kön­nen le­bens­be­droh­lich sein. En­ge­ge­fühl im Brust­korb, er­trin­ken, er­sti­cken, St­ei­ne in den Lun­gen – so be­schrei­ben Pa­ti­en­ten ih­re Krank­heit. In Ös­ter­reich lei­det ei­ne hal­be Mil­li­on Men­schen an Asth­ma.

Gut be­han­del­bar

Die Krank­heit ist zwar nicht heil­bar. Aber in den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat sich das Wis­sen um die Vor­gän­ge bei Asth­ma ver­tieft, bei gu­ter Dia­gno­se und Me­di­ka­men­ten­ein­stel­lung ist es heu­te sehr gut be­han­del­bar. Ak­tu­el­le Stu­di­en zei­gen al­ler­dings, dass trotz me­di­zi­ni­scher Fort­schrit­te bei mehr als der Hälf­te der Pa­ti­en­ten in Eu­ro­pa Asth­ma nicht aus­rei­chend kon­trol­liert ist, das heißt, dass sie trotz Be­hand­lung nicht be­schwer­de­frei sind.

Das spü­ren sie im täg­li­chen Le­ben: Bei ei­ner eu­ro­pa­wei­ten Be­fra­gung gab die über­wie­gen­de Mehr­heit an, dass sie ih­re Le­bens­wei­se sub­stan­zi­ell ver­än­dern muss­te, um die Wahr­schein­lich­keit für das Auf­tre­ten von Be­schwer­den zu ver­rin­gern. „Oft­mals heißt das auch, dass nicht ein­mal ein Durch­schla­fen mög­lich ist, oh­ne nächt­li­che Atem­not“, sagt Dr. Alex­an­der Ba­rousch, me­di­zi­ni­scher Di­rek­tor bei GSK. Die Fir­ma ist ei­nes der größ­ten For­schungs­un­ter­neh­men im Be­reich chro­ni­scher Er­kran­kun­gen der Atem­we­ge. Man­geln­de The­ra­pie­treue der Pa­ti­en­ten trägt er­heb­lich zu die­ser schlech­ten Asth­ma­kon­trol­le bei. Nicht ein­mal ein Drit­tel al­ler Asth­ma­kran­ken in den In­dus­trie­län­dern ver­wen­det ih­re In­ha­la­to­ren so, wie es ih­nen der Arzt emp­foh­len hat. Da­bei kann ei­ne ver­bes­ser­te The­ra­pie­treue zu ei­ner mas­siv er­höh­ten Le­bens­qua­li­tät füh­ren. Grund: „Meist fehlt das Be­wusst­sein, dass es sich bei Asth­ma um ei­ne chro­ni­sche Er­kran­kung han­delt, die kon­stant the­ra­piert wer­den muss“, so Dr. Alex­an­der Ba­rousch.

PRI­VAT

Dr. Alex­an­der Ba­rousch, me­di­zi­ni­scher Di­rek­tor von Gla­xoS­mit­hK­li­ne.

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