Kon­zer­ne ge­gen To­des­stra­fe

PhŻr­mŻ-Rie­se Pfi­zer un­ter­sagt den Ein­satz sei­ner Me­di­ka­men­te bei Gift­sprit­zen. Der Kon­zern war die letz­te Qu­el­le auf dem US-Markt.

Die Presse am Sonntag - - Nachrichten -

New York/Wi­en. Der Phar­ma­rie­se Pfi­zer will die Nut­zung sei­ner Mit­tel bei Hin­rich­tun­gen in den USA un­ter­bin­den. Für be­stimm­te Pro­duk­te gel­ten nach Kon­zern­an­ga­ben nun schär­fe­re Lie­fer­be­schrän­kun­gen. So soll ver­hin­dert wer­den, dass sie bei Exe­ku­tio­nen mit Gift­sprit­zen ge­nutzt wer­den. „Pfi­zer lehnt den Ein­satz sei­ner Pro­duk­te als töd­li­che In­jek­tio­nen bei der Voll­stre­ckung der To­des­stra­fe strikt ab“, er­klärt der größ­te Phar­ma­kon­zern der USA auf sei­ner In­ter­net­sei­te.

Die­se Ent­schei­dung kann als Mei­len­stein ge­se­hen wer­den: Laut „New York Ti­mes“war Pfi­zer die letz­te Qu­el­le, um die be­nö­tig­ten Mit­tel für Gift- sprit­zen zu er­hal­ten. Nun hat eben auch der letz­te Lie­fe­rant den Ein­satz sei­ner Pro­duk­te un­ter­sagt. Vor Pfi­zer hät­ten mehr als zwan­zig Phar­ma­un­ter­neh­men die­sen Schritt un­ter­nom­men.

Die USA ha­ben Pro­ble­me bei der Ver­sor­gung mit den ver­wen­de­ten Mit­teln, seit­dem die eu­ro­päi­schen Zu­lie­fer­fir­men sich wei­gern, da­für das Be­täu­bungs­mit­tel Pen­to­bar­bi­tal zu lie­fern. Meh­re­re der 32 Bun­des­staa­ten, die in den USA noch die To­des­stra­fe voll­stre­cken, be­nut­zen seit­dem neue Mit­tel, die teil­wei­se aber nicht of­fi­zi­ell zu­ge­las­sen und er­probt sind. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den in den USA 28 Men­schen hin­ge­rich­tet.

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