Let’s par­ty li­ke it’s 1982!

Die Presse am Sonntag - - Lesenhören - THO­MAS KRAMAR

Me­tro­no­my: »Old Skool«. Ja frü­her, da konn­te man noch Par­tys fei­ern! Wer sich bei die­sem Satz er­tappt, soll wis­sen: Jetzt bin ich alt. Macht nichts. Die gan­ze Pop­kul­tur ist alt. Und re­tro. Un­ter den vie­len Ver­gan­gen­hei­ten, in de­nen sie streunt, ha­ben die Früh­acht­zi­ger ein be­son­de­res Flair: als die ho­he Zeit des Par­ty-He­do­nis­mus, prak­ti­ziert in Lofts im Her­zen der gro­ßen Stadt, von Bör­sia­nern mit chro­nisch stra­pa­zier­ter Na­se. Auf die­se my­thi­sche Zeit re­kur­riert die­ser Track, des­sen Ti­tel man auch als „Old’s cool“le­sen kann, und er ist ent­spre­chend in­stru­men­tiert. Dis­co, noch oh­ne Hou­seFa­desse. Funk, noch oh­ne Angst vor Plas­tik. Kurz: Er klingt wie gu­te al­te Fal­co-Num­mern. (Fängt auch fast an wie der „Kom­mis­sar“.) Und wie oft in die­sen geht es um Par­ty­ge­schwätz, um „Ji­ve tal­kin’“, zu klin­geln­den Glä­sern. Mit selt­sam ängst­li­cher Stim­me, die weiß: Ei­ner muss ab­wa­schen. Mor­gen. Einst­wei­len scratcht Mix Mas­ter Mi­ke von den Beas­tie Boys. Ja, der.

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