FAK­TEN

Die Presse am Sonntag - - Leben -

Rund 34 Ki­lo

Haus­halts­zu­cker ver­speist je­der Ös­ter­rei­cher laut Sta­tis­tik Aus­tria pro Jahr. Al­lein das ist dop­pelt so viel, wie die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on WHO in ih­rer vor ei­nem Jahr ver­öf­fent­lich­ten Richt­li­nie in Sa­chen Zu­cker emp­fiehlt, doch noch nicht ein­ge­rech­net sind da die ver­steck­ten Zu­cker in Soft­drinks und Fer­tig­ge­rich­ten. Laut WHO soll­ten Er­wach­se­ne pro Tag nicht mehr als 50 Gramm Zu­cker zu sich neh­men. Frucht­jo­ghurt, das gern so viel Zu­cker ent­hält wie Soft­drinks. Schritt drei ist die be­wuss­te Re­duk­ti­on: Sü­ße Ge­trän­ke kön­nen mit Was­ser ver­dünnt wer­den, Frucht­jo­ghurt kann aus fri­schen Früch­ten und Na­tur­jo­ghurt schnell selbst zu­be­rei­tet wer­den.

Was das Nach­sü­ßen mit süß schme­cken­den Koh­len­hy­dra­ten, al­so mit ka­lo­ri­en­ar­men bis -frei­en Zu­cker­aus­tausch­stof­fen wie Xy­lit, Ery­thrit und Stevia an­langt, ist Ex­per­tin Rütz­ler al­ler­dings vor­sich­tig skep­tisch. „Nicht al­les, was ei­ne E-Num­mer hat, ist gif­tig oder schlecht“, sagt sie, doch den Zu­cker le­dig­lich zu er­set­zen sei höchs­tens ei­ne Not­lö­sung, denn sinn­vol­ler sei es, das Ge­schmacks­ver­hal­ten selbst zu er­zie­hen. Dick­ma­cher Zu­cker. Ob­wohl je­der Er­näh­rungs­ex­per­te aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den vor Zu­cker­über­kon­sum warnt, weil zu viel Zu­cker nicht nur nach­weis­lich dick macht, son­dern der Ge­sund­heit auch in vie­ler­lei an­de­rer Hin­sicht scha­det, ist die der­zeit gern pro­pa­gier­te „zu­cker­freie“Di­ät letzt­lich Un­sinn. Oh­ne Zu­cker kön­nen wir nicht

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.