DER AU­TOR, SEIN WERK

Die Presse am Sonntag - - Kultur -

And­rei P. Pla­to­now,

ge­bo­ren 1899 bei Wo­ro­nesch, war ei­ner der ers­ten So­wje­tSchrift­stel­ler nach der Ok­to­ber­re­vo­lu­ti­on 1917. Der Sohn ei­nes Land­ar­bei­ters wur­de In­ge­nieur, woll­te vor al­lem aber schrei­ben, sei­ne Wer­ke blie­ben je­doch zu Leb­zei­ten ver­bo­ten, ob­wohl er Kom­mu­nist war.

Ro­ma­ne.

In Pla­to­nows „Tsche­wen­gur“wird u. a. Kol­lek­ti­vie­rung sa­ti­risch be­han­delt. Die­se Dys­to­pie, so wie „Die Bau­gru­be“wohl zwi­schen 1926 und 1930 ent­stan­den, er­schien erst nach sei­nem Tod. Sein Sohn war in den Drei­ßi­ger­jah­ren mit 15 we­gen „Ter­ro­ris­mus und Spio­na­ge“ver­haf­tet und in ein Ar­beits­la­ger de­por­tiert wor­den, wo er an Tu­ber­ku­lo­se er­krank­te. Als er zu­rück­ge­bracht wur­de, steck­te sich Pla­to­now bei des­sen Pfle­ge an. Er starb 1951 in Mos­kau.

Frank Cas­torf,

* 1951 in Ost­ber­lin, ist bis 2017 In­ten­dant der Volks­büh­ne.

Ter­mi­ne:

15. und 16. Mai, 18.30 Uhr, Hal­le E im Mu­se­ums­quar­tier.

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