Schnee­bäl­le im Mai als At­trak­ti­on im Gar­ten

Die viel­fäl­ti­gen Ver­tre­ter der Gat­tung Vi­bur­num ge­hö­ren ge­wür­digt.

Die Presse am Sonntag - - Garten - VON UTE WOLTRON

Ei­ne her­aus­ra­gen­de Sor­te des Schnee­balls steht der­zeit al­ler­or­ten in vol­ler und sehr auf­fäl­li­ger Blü­te. Vi­bur­num opu­lus „Ro­se­um“, der ge­füll­te Schnee­ball, ist in der Tat ei­ne Wucht und kaum zu über­se­hen. Der an­spruchs­lo­se Strauch wird höchs­tens vier Me­ter hoch, wächst aus­la­dend und breit und zeigt sich von Mai bis Ju­ni über und über mit bis zu zehn Zen­ti­me­ter gro­ßen Blü­ten­ku­geln be­hängt, die wie Schnee­bäl­le aus­se­hen. Er ist ei­ne ech­te At­trak­ti­on in je­dem gro­ßen und klei­nen Gar­ten.

Der Strauch ist genau­so un­kom­pli­ziert wie die wil­de­ren Ver­tre­ter der ar­ten­rei­chen Gat­tung der Schnee­bäl­le, doch die füh­ren eher ein Schat­ten­da­sein, und das ei­gent­lich ganz zu Un­recht. Lo­ben­der Er­wäh­nung wert ist bei­spiels­wei­se der Ge­wöhn­li­che Schnee­ball, Vi­bur­num opu­lus, der auch wild in Mi­sch­wäl­dern und an Bach­rän­dern an­zu­tref­fen ist. Er mag leh­mi­ge, feuch­te Bö­den, trägt be­son­ders schö­nes Laub, und auch sei­ne wei­ßen Blü­ten sind rei­zend. Sie er­in­nern stark an Hor­ten­si­en­blü­ten. Im Herbst färbt er sein Laub rot, schmückt Be­ein­dru­cken­de Blü­ten als Blick­fang im Früh­ling. sich zu­dem mit knall­ro­ten Bee­ren und er­freut da­mit Au­ge und Vö­gel.

Ein heim­li­cher Lieb­ling ist der zwei­te wil­de Ver­tre­ter, der Wol­li­ge Schnee­ball, Vi­bur­num lan­ta­na. Er blüht zwar auch recht or­dent­lich mit wei­ßen Schirm­ris­pen, zeich­net sich je­doch vor al­lem durch sein le­d­ri­ges, leicht be­haar­tes, ro­bus­tes Laub aus. Er kommt mit et­was we­ni­ger Feuch­tig­keit aus als der Ge­wöhn­li­che Schnee­ball.

Zu­letzt noch zum Win­ter- oder Duft­schnee­ball, Vi­bur­num far­re­ri oder Vi­bur­num fra­grans. Der blüht in der Käl­te, meist ro­sa, und er duf­tet traum­haft. Manch­mal nei­gen die Schnee­bäl­le da­zu, sehr stark von Läu­sen be­fal­len zu wer­den, was sehr läs­tig sein kann. Mög­li­cher­wei­se hel­fen ein son­ni­ge­rer Platz und ein eher kar­ger Bo­den. Auf kei­nen Fall zu viel dün­gen, ins­be­son­de­re Stick­stoff­dün­gung ver­mei­den.

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