Ab­schied vom »Ro­ten Mes­si­as«: Adi Pin­ter ist tot

Die Presse am Sonntag - - Sport -

GrŻz. Der frü­he­re Fuß­bal­ltrai­ner Adi Pin­ter ist tot. Der Stei­rer ist am Frei­tag im Al­ter von 68 Jah­ren nach ei­nem schwe­ren Herz­in­farkt ge­stor­ben. Das be­stä­tig­te sein Ex-Klub GAK auf sei­ner Face­book-Sei­te: „Mit ihm geht ein Erz­ro­ter von uns. Mach’s gut, Ro­ter Mes­si­as!“Pin­ter hat mit sei­nen mar­ki­gen Sprü­chen, der ro­ten Kra­wat­te und sei­nem Cha­ris­ma den hei­mi­schen Fuß­ball mit­ge­prägt, ins­be­son­de­re den GAK. „Ich bin mit mei­nem Hei­mat­ver­ein für im­mer und ewig ver­hei­ra­tet“, sag­te Pin­ter ein­mal.

Nach sei­ner ak­ti­ven Kar­rie­re beim GAK und in Bel­gi­en wech­sel­te Pin­ter ins Trai­ner­ge­schäft, lern­te in den 1980er-Jah­ren un­ter an­de­rem bei Ernst Hap­pel, der ihm den Spitz­na­men „Zau­be­rer“ver­pass­te. 1987 führ­te er sei­nen Gra­zer Stamm­klub in die höchs­te Spiel­klas­se und ein Jahr spä­ter bis zu Platz drei. Als „Ro­ter Mes­si­as“ging er in die Klub­ge­schich­te ein.

Wei­te­re Trai­ner­sta­tio­nen wa­ren der Wie­ner Sport-Club, der Krem­ser SC oder der DSV Leo­ben. Le­gen­där ist un­ter an­de­rem Pin­ters Auf­tritt von 2011, als er sich als Pa­sching-Coach vor dem Spiel ge­gen sei­nen Her­zens­klub in der Re­gio­nal­li­ga mit nack­tem Ober­kör­per und GAK-Schrift­zug auf dem Rü­cken den Fans prä­sen­tier­te. Nach der 0:6-Nie­der­la­ge er­folg­te die Tren­nung.

Nach ei­nem Ab­ste­cher in die Po­li­tik Mit­te der 90er-Jah­re ar­bei­te­te der Qu­er­den­ker zu­letzt als Men­tal­coach und leb­te mit sei­ner Frau und den vier Kin­dern im baye­ri­schen Weis­main. Pin­ter: „Wenn man in Ös­ter­reich die Wahr­heit sagt, wird man zur Per­so­na non gra­ta. Ich bin kein Di­plo­mat. Das sind Leu­te, die sich nicht trau­en, die Wahr­heit zu sa­gen.“

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