Amo­re im St­ein­bruch St. Mar­ga­re­then

Die Presse am Sonntag - - Leben -

Gae­ta­no Do­ni­zet­tis ro­man­ti­sche und sprit­zi­ge Ko­mö­die „Der Lie­be­s­trank“wird im Ju­li und Au­gust erst­mals im St­ein­bruch St. Mar­ga­re­then, der größ­ten Na­tur­büh­ne Eu­ro­pas, auf­ge­führt. Pre­mie­re fei­ert das Stück in ei­ner Ins­ze­nie­rung von Phil­ipp Him­mel­mann am 6. Ju­li 2016. Die Oper ist mehr als ei­ne tur­bu­len­te Lie­bes­ge­schich­te: Hu­mor ist in die­sem Werk ge­paart mit der Me­lan­cho­lie der Fi­gu­ren und der Mu­sik Do­ni­zet­tis. Das Pu­bli­kum er­war­tet ein span­nungs­vol­les Werk, mit­rei­ßend in­sze­niert.

Ko­mö­die mit Witz und Ge­fühl

Der Plot der Ge­schich­te kreist um ent­brann­te Her­zen: Der schüch­ter­ne Bau­er Ne­mo­ri­no ver­liebt sich in die groß­spu­ri­ge Guts­be­sit­ze­rin Adi­na. Doch Adi­na hat nur Au­gen für den schö­nen Ser­gean­ten Bel­co­re – bis der fah­ren­de Tau­send­sas­sa Dul­ca­ma­ra ins Städt­chen kommt und der leicht­gläu­bi­ge Ne­mo­ri­no von ihm ei­nen Lie­be­s­trank er­wirbt, der in Wahr­heit nichts wei­ter als ei­ne Fla­sche Rot­wein ist. Als Ne­mo­ri­no be­reit ist, sein Le­ben aufs Spiel zu set­zen, um mehr von dem ge­heim­nis­vol­len Wun­der­mit­tel zu er­wer­ben, wen­det sich je­doch das Blatt: Adi­nas Herz macht sich auf die be­schwer­li­che Rei­se zu Ne­mo­ri­no. Am En­de glaubt selbst Dul­ca­ma­ra an die ma­gi­sche Wir­kung sei­nes Weins und wit­tert ei­ne bril­lan­te Ge­schäfts­idee . . .

Jun­ge, erst­klas­si­ge Stim­men

Die Be­set­zung be­steht u. a. mit dem ita­lie­ni­schen Te­nor An­to­nio Po­li, der die Rol­le des Ne­mo­ri­no be­reits mit gro­ßem Er­folg auch in Rom, Bru­xel­les und Bo­lo­gna ge­sun­gen hat, oder der spa­ni­schen So­pra­nis­tin Ele­na San­cho Pe­reg, die an der Deut­schen Oper am Rhein Düs­sel­dorf/Duis­burg für Fu­ro­re sorgt, aus erst­klas­si­gen Sän­gern der jun­gen, auf­stre­ben­den Ge­ne­ra­ti­on. Sie sind be­reits in­ter­na­tio­nal ge­fragt und ver­kör­pern ih­re Rol­len auf idea­le Wei­se. Da­für steht auch der Di­ri­gent Kars­ten Ja­nu­sch­ke, in des­sen Hän­den die mu­si­ka­li­sche Lei­tung liegt. Un­ter sei­ner Lei­tung gas­tie­ren das Sym­pho­nie­or­ches­ter des Slo­wa­ki­schen Rund­funks und der Phil­har­mo­nia Chor Wi­en.

Ein über­di­men­sio­na­ler Wur­lit­zer

Die Re­gie über­nimmt der in­ter­na­tio­nal ge­frag­te Phil­ipp Him­mel­mann. Zu­letzt in­sze­nier­te er mit gro­ßem Er­folg bei den Bre­gen­zer Fest­spie­len, in Lyon, Ber­lin, Ham­burg oder an der Sem­per­oper in Dres­den. Für Phil­ipp Him­mel­mann ist die Her­aus­for­de­rung des Ins­ze­nie­rens in der ein­zig­ar­ti­gen Fel­sen­ku­lis­se auch ei­ne Fra­ge des Spiels mit der Span­nung in die­sem spe­zi­el­len Raum: „Bei Frei­licht­auf­füh­run­gen hat man oft­mals gro­ße Dis­tan­zen, die es mit Span­nung zu er­fül­len gilt. Es gibt ei­ni­ge Sze­nen im Werk mit ho­hem Un­ter­hal­tungs­wert, aber auch sehr in­ti­me Mo­men­te.“

„Der Lie­be­s­trank“ist ei­ne ver­rück­te, tur­bu­len­te Ko­mö­die – aber auch ei­ne sehr de­li­ka­te und me­lan- cho­li­sche. „Die­se Oper lie­fert Stoff, der nach Fo­kus­sie­rung ver­langt, nach ei­nem Zen­trum, um das sich al­les dreht. Und in die­sem Zen­trum wird die Ge­schich­te von Ne­mo­ri­no und Adi­na er­zählt“, so Büh­nen­bild­ner Rai­mund Bau­er.

Für den „Lie­be­s­trank“auf der Ruf­fi­ni­büh­ne ent­wirft der ge­frag­te Künst­ler da­her ei­nen fan­tas­ti­schen Ort: ei­nen über­di­men­sio­na­len Wur­lit­zer, der an die 1950er-Jah­re er­in­nert. „Ein Sehn­suchts­zei­chen“, wie Bau­er meint. Fas­zi­niert von der spek­ta­ku­lä­ren Herb­heit des St­ein- bruchs, schafft er ei­nen vi­su­el­len Kon­trast zu eben­die­sem und gibt der Mu­sik – im Sinn ei­nes Mul­ti­pli­ka­tors al­ler Sehn­süch­te – ei­nen zen­tra­len Platz.

Ku­li­na­ri­sche Ver­füh­rung

Die Opern­lounge im St­ein­bruch St. Mar­ga­re­then ver­spricht stil­vol­les Am­bi­en­te und Ge­nuss glei­cher­ma­ßen: Sie ist der tra­di­tio­nel­le Treff­punkt für an­spruchs­vol­le Ge­nie­ßer! Die Pan­ora­ma­ter­ras­se auf dem Fest­spiel­ge­län­de bie­tet ei­ne stil­vol­le Büh­ne für re­prä­sen­ta­ti­ve Events mit Freun­den oder Ge­schäfts­part­nern. Für klei­ne Grup­pen ab zwei Per­so­nen oder für Ge­sell­schaf­ten bis zu 200 Per­so­nen ist hier Platz ge­ge­ben.

Der Kü­chen­chef kom­po­niert ku­li­na­ri­sche Ge­nüs­se für je­den Ge­schmack. In der Sai­son 2016 wer­den Re­zep­te aus Do­ni­zet­tis Hei­mat, Ita­li­en, mit re­gio­na­len und sai­so­na­len Pro­duk­ten ve­re­delt. Die atem­be­rau­ben­de Na­tur­ku­lis­se und der Reiz span­nen­der Ar­chi­tek­tur bil­den den per­fek­ten Rah­men für ein ganz per­sön­li­ches VIP-Event.

RENEE DEL MISSIER

Die Ruf­fi­ni­büh­ne in St. Mar­ga­re­then wird zum Schau­platz ei­ner tur­bu­len­ten Lie­bes­ge­schich­te, die Hu­mor und Me­lan­cho­lie ver­eint.

RENEE DEL MISSIER

Die Opern­lounge in St. Mar­ga­re­then: ide­al für Events.

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