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Die Presse am Sonntag - - Essen Und Trinken -

zer­schlägt sich die But­ter.“Die But­ter­klum­pen sind schon deut­lich er­kenn­bar, sie wer­den jetzt mit Was­ser ge­wa­schen, da­mit die But­ter­milch her­aus­ge­schla­gen wird. Letz­te­re wird am un­te­ren En­de des Fas­ses ab­ge­zapft. Herr Po­jer schenkt sich ein Glas ein, nimmt ei­nen Schluck und sagt: „Das ist mein Früh­stück, da trink ich drei Glä­ser, mehr brauch ich nicht.“Sei­ne Frau er- gänzt: „Das ist rich­ti­ge But­ter­milch, die im Pa­ckerl wird ja mit ei­ner Kul­tur an­ge­setzt.“Der Rest der But­ter­milch (die man­gels Halt­bar­keit nicht ver­kauft wer­den darf ) wird an die haus­ei­ge­nen Schwei­ne ver­füt­tert. Die Würs­te, die Herr Po­jer dar­aus macht, schme­cken da­durch be­son­ders zart. Hat Herr Po­jer die But­ter fer­tig ge­schla­gen, reicht er sie sei­ner Frau. Sie wie­der­um hat schon die Holz­form pa­rat, nimmt je­weils ei­nen Klum­pen But­ter aus dem Topf und schlägt die­sen in ei­nem fast schon mu­si­ka­li­schen Rhyth­mus von der ei­nen in die an­de­re Hand, „da­mit das rest­li­che Was­ser her­aus­ge­schla­gen wird“. Da­nach kommt sie in die Form, wird ge­kühlt und am Abend ver­packt. Am Di­ens­tag wird dann die be­stell­te But­ter aus­ge­lie­fert.

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