Van der Bel­lens Ap­pell

»Ver­trau­en wir in un­se­ren Rechts­staat«, sagt der Sie­ger der Prä­si­den­ten­wahl. Das VfGH-Ur­teil sei in je­dem Fall zu ak­zep­tie­ren.

Die Presse am Sonntag - - Inland -

Am 8. Ju­li en­det die Amts­zeit von Bun­des­prä­si­dent Heinz Fi­scher. Be­ginnt an die­sem Tag aber auch je­ne von Alex­an­der Van der Bel­len? Das hängt von der Ent­schei­dung ab, die der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof in den kom­men­den Wo­chen fällt. Der ehe­ma­li­ge Grü­nen-Chef und Sie­ger der Bun­des­prä­si­den­ten­wahl am 22. Mai, Van der Bel­len, nimmt nun erst­mals Stel­lung zur Prü­fung des Ver­fas­sungs­ge­richts­hofs.

„Wir Ös­ter­rei­che­rin­nen und Ös­ter­rei­cher mö­gen noch so ver­schie­den sein, aber was uns als Land und als De­mo­kra­tie eint, ist der Glau­be an den Rechts­staat und sei­ne In­sti­tu­tio­nen“, lässt er der „Pres­se am Sonn­tag“aus­rich­ten. „Die­ses Ver­trau­en in den Rechts­staat ist das Fun­da­ment un­se­rer Re­pu­blik. Da­ran müs­sen wir uns in die­sen Ta­gen er­in­nern.“

Denn: „Wie auch im­mer der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof der Re­pu­blik Ös­ter­reich be­züg­lich der Wahl­an­fech­tung ent­schei­den wird: Nicht al­le wer­den mit der Ent­schei­dung des VfGH glück­lich sein.“An die­se Men­schen ap­pel­lie­re Van der Bel­len be­reits jetzt: „Es ist un­ser al­ler Recht, Ös­ter­reichs In­sti­tu­tio­nen an­zu­ru­fen.“Aber es sei auch „un­ser al­ler Pflicht, de­ren Ent­schei­dun­gen zu re­spek­tie­ren. Ver­trau­en wir in un­se­re De­mo­kra­tie, ver­trau­en wir in un­se­ren Rechts­staat. Der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof ist jetzt am Wort und soll in Ru­he sei­ne Ar­beit tun.“ib

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.