Russ­lands lan­ge dunk­le Schat­ten: Die Leicht­ath­le­tik kommt au­ßer Tritt

Die Presse am Sonntag - - Euro2016 -

Wi­en. Die Welt-An­ti-Do­ping-Agen­tur un­ter­stützt die Ent­schei­dung des IAAFCoun­cils, das rus­si­sche Leicht­ath­le­ti­kTeam wei­ter­hin von in­ter­na­tio­na­len Be­wer­ben aus­zu­schlie­ßen, voll­in­halt­lich und zeigt sich er­freut, dass die Emp­feh­lung der Task Force über­nom­men wur­de. „Die Agen­tur be­grüßt das Er­geb­nis“, sag­te WA­DA-Prä­si­dent Craig Ree­die. Die WA­DA be­für­wor­tet den Rio-Start von Kron­zeu­gin Ju­lia Ste­pa­no­wa.

Erst am Mitt­woch hat­te die WA­DA über nach wie vor un­trag­ba­re Zu­stän­de bei Do­ping­kon­trol­len, Ein­schüch­te­run­gen von Test­per­so­nal und Ma­ni­pu­la­ti­ons­ver­su­chen in Russ­land be­rich­tet. Zwi­schen 15. Fe­bru­ar und 29. Mai hät­ten ins­ge­samt 736 ge­plan­te Do­ping­kon­trol­len aus ver­schie­de­nen Grün­den nicht durch­ge­führt wer­den kön­nen, hieß es in dem Do­ku­ment. „Es ist klar, dass hier ein er­heb­li­cher Be­darf für ei­nen Kul­tur­wan­del in Russ­land in­ner­halb der Re­gie­rung, der Sport­füh­rung, der Sport­ler und Ath­le­ten­be­treu­er be­steht“, mein­te Ree­die. Für 15. Ju­li er­war­tet er ei­nen nächs­ten Er­mitt­lungs­be­richt der Un­ter­su­chungs­kom­mis­si­on um den Ju­ris­ten Richard McLa­ren. Pu­tin er­zürnt. Wie Ree­die mit­teil­te, hät­ten sich die Be­wei­se aus­rei­chend er­här­tet, dass es ei­ne vom Staat ge­lenk­te Ma­ni­pu­la­ti­on von Do­pingana­ly­sen im Mos­kau­er La­bor „ab zu­min­dest 2011“ge­ge­ben ha­be, das schließt auch die Pe­ri­ode der Leicht­ath­le­tik-WM 2013 in Mos­kau ein. Die­se In­for­ma­tio­nen ha­be man auch be­reits mit der IAAF-Task­force ge­teilt. Der rus­si­sche Staats­prä­si­dent, Wla­di­mir Pu­tin, wies den Vor­wurf des Staats­do­pings scharf zu­rück.

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