Auf Fay­manns Spu­ren

Die Presse am Sonntag - - Die Seite Zwei - MAR­TIN FRITZL

Der SPÖ-Par­tei­tag hat ge­zeigt, was Chris­ti­an Kern von sei­nem Vor­gän­ger un­ter­schei­det: Er ist der bes­se­re En­ter­tai­ner, er kann die Par­tei­ba­sis mit­rei­ßen und der SPÖ die Zu­ver­sicht ein­hau­chen, dass sie in Zu­kunft die füh­ren­de Kraft im Lan­de sein wird.

Aber sonst? Der neue Par­tei­chef hat noch nicht ver­ra­ten, in wel­cher Form er ge­denkt, die ho­hen Er­war­tun­gen zu er­fül­len, die er selbst ge­weckt hat. Was der von ihm oft zi­tier­te „New De­al“sein soll, mit dem er die Wirt­schaft an­kur­beln will, bleibt im­mer noch schlei­er­haft. Wie er zu­sätz­li­che Ar­beits­plät­ze schaf­fen will – eben­so. Und von der von ihm an­ge­kün­dig­ten neu­en Form der Zu­sam­men­ar­beit in der Re­gie­rung hat man auch noch nicht viel mit­be­kom­men. Bleibt die – um­strit­te­ne – Idee ei­ner Wert­schöp­fungs­ab­ga­be zur Fi­nan­zie­rung der So­zi­al­sys­te­me.

Mit ei­ner neu­en Idee hat Kern am Par­tei­tag auf­hor­chen las­sen: Zwecks Ge­rech­tig­keit sol­len Ver­mö­gen hö­her be­steu­ert wer­den, Ar­beit da­für we­ni­ger. Ganz so neu ist die­se Idee al­ler­dings auch nicht: An der Um­set­zung ist schon Wer­ner Fay­mann bei der letz­ten Steu­er­re­form ge­schei­tert.

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