Kaf­fee

Die Presse am Sonntag - - Es­sen Und Trin­ken -

„Auf ei­ne Tas­se gu­ten Kaf­fee rech­net man 15 bis 20 Gr. (1 Lot) schön braun ge­brann­te, ge­mah­le­ne Boh­nen von fei­ner Sor­te, gibt dies in die Ma­schi­ne, drückt es mit dem da­zu be­stimm­ten, ge­wöhn­lich in der Ma­schi­ne be­find­li­chen ble­cher­nen Sie­be fest ein und gießt ei­nen Teil des sie­den­den Was­sers dar­über, nach ei­ni­gen Mi­nu­ten das üb­ri­ge, wo der Kaf­fee dann schön rein ab­lau­fen wird. Soll aber letz­te­rer ge­kocht wer­den, so gibt man die an­ge­ge­be­ne Quan­ti­tät ge­mah­le­ne Boh­nen in ei­nen Topf oder ei­ne Kan­ne und rührt es mit et­was ver­klopf­tem Ei (zu zwölf Tas­sen ein Ei ge­rech­net) und ei­nem Glas fri­schem Was­ser an, gießt so­dann das ein­ge­mes­se­ne Quan­tum sie­den­des Was­ser dar­auf, rührt mit ei­nem Koch­löf­fel um, läßt den Kaf­fee zu­ge­deckt ein­mal auf­ko­chen, stellt ihn vom Feu­er weg und gießt ihn nach Ver­lauf ei­ni­ger Mi­nu­ten durch ei­nen Kaf­fee­sack, wo er nun kris­tall­hell durch­lau­fen wird und man ihn mit gu­ten Rahm auf­trägt. – Will man ihn wohl­fei­ler be­rei­ten, so nimmt man et­was we­ni­ger Boh­nen und gibt da­für Ci­cho­rie oder Kaf­feex­trakt da­zu, welch’ ers­te­re man dann gleich mit dem Was­ser zu­setzt. Das Ei bleibt dann auch weg.“ Gar­nie­rung: „An­mer­kung: Hat man Rahm oder Milch, wo man vor dem Ge­rin­nen nicht si­cher ist, so ist es gut, wenn man beim Zu­set­zen ein Körn­chen Na­tron dar­ein­thut“, emp­fiehlt „Groß­mut­ters Koch­buch“von 1894.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.