Kein Som­mer­mär­chen oh­ne Bö­se­wich­te

Die Presse am Sonntag - - Euro2016 -

Un­garn möch­te sei­nen Sen­sa­ti­ons­lauf im Ach­tel­fi­na­le fort­set­zen. Die Bel­gi­er wit­tern ih­re Jahr­hun­dert­chan­ce, be­geis­tern kön­nen sie sich für den ver­meint­lich un­at­trak­ti­ven Geg­ner nicht. Vor der EM wä­re Un­garn ein ab­so­lu­ter Wunsch­geg­ner ge­we­sen. Nach dem 2:0 ge­gen Ös­ter­reich so­wie den bei­den Re­mis ge­gen Is­land (1:1) und Por­tu­gal (3:3) ist Ach­tel­fi­nal­geg­ner Bel­gi­en aber ge­warnt. „Die ha­ben echt gut ge­spielt“, kom­men­tier­te Te­am­chef Marc Wil­mots vor dem Du­ell in Tou­lou­se.

Tat­säch­lich durch­le­ben die noch un­ge­schla­ge­nen Un­garn so et­was wie ein Mär­chen, kaum je­mand hat dem un­er­fah­re­nen Team die K.-o.-Pha­se zu­ge­traut. „Wir ha­ben uns in je­dem Spiel ge­stei­gert, mei­ne Mann­schaft zeigt ein­fach ei­ne sen­sa­tio­nel­le Leis­tung“, er­klär­te Te­am­chef Bernd Storck. Bald wer­de man von die­ser so re­den wie von der „gol­de­nen Elf“der 1950er­und 1960er-Jah­re, als Un­garn Vi­zewelt­meis­ter (1954), drei­mal Olym­pia-Sie- ger (1952, 1964, 1968) und EM-Drit­ter (1964) wur­de.

Geht es nach der „gol­de­nen Ge­ne­ra­ti­on“der Bel­gi­er, ist das un­ga­ri­sche Som­mer­mär­chen heu­te Abend zu En­de. Die Bel­gi­er wit­tern „die Chan­ce un­se­res Le­bens“, wie Tor­mann Thi- baut Cour­tois er­klär­te. „Das Ta­bleau ist of­fen, wir tref­fen auf kei­ne To­plän­der.“Te­am­chef Wil­mots konn­te sich für den ver­meint­lich un­at­trak­ti­ven Geg­ner aber nicht be­geis­tern. „Ehr­lich ge­sagt spie­le ich lie­ber ge­gen En­g­land oder Spa­ni­en.“

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