Statt Par­tei­en­ver­tre­tern: Wahlb

Nach der Wahl­auf­he­bung durch den Ver­fas­sungs­ge­richts­hof ver­tei­digt sich I

Die Presse am Sonntag - - Inland -

Nach der Auf­he­bung der Bun­des­prä­si­den­ten­stich­wahl zwi­schen Ex-Grü­nen­Chef Alex­an­der Van der Bel­len und Nor­bert Ho­fer (FPÖ) hat sich In­nen­mi­nis­ter Wolf­gang So­bot­ka (ÖVP) ge­gen Kri­tik ver­tei­digt. „Ich ha­be so­gar, als ich ins Amt ge­kom­men bin, ge­fragt, war­um man das macht“, sag­te er zur jah­re­lan­gen Pra­xis, dass Wah­l­er­geb­nis­se vor­ab wei­ter­ge­ge­ben wer­den, um Hoch­rech­nun­gen zu er­stel­len. Bei der Bun­des­wahl­be­hör­de sei­en kei­ne Feh­ler pas­siert. Und die Vor­wür­fe, dass in man­chen Be­zir­ken Wahl­kar­ten zu früh ge­öff­net oder aus­ge­zählt wur­den, ha­be man so­fort nach Be­kannt­wer­den der Staats­an­walt­schaft zur Kennt­nis ge­bracht.

Künf­tig soll aber ei­ni­ges an­ders wer­den. So stellt So­bot­ka ei­ne Art Bei­sit­zer­pflicht für Staats­bür­ger zur Dis­kus­si­on: Die Be­völ­ke­rung sol­le künf­tig ver­stärkt als Wahl­bei­sit­zer ein­be­zo­gen wer­den – ähn­lich, wie das et­wa bei Schöf­fen bei Ge­richt der Fall ist. „Es ge­hört zu den de­mo­kra­ti­schen Pflich­ten, sich die­ser Sa­che zu stel­len“, sag­te So­bot­ka am Sams­tag im ORF-Ra­dio. Der­zeit wer­den die Bei­sit­zer – die et­wa Ku­vert und Stimm­zet­tel aus­hän­di­gen und die eben auch die Stim­men nach Wahl­schluss zäh­len – von den wahl­wer­ben­den Par­tei­en no­mi­niert.

Wei­te­re Re­for­men, die laut So­bot­ka vor­stell­bar sind: ein bun­des­weit ein­heit­li­cher Wahl­schluss statt des der­zei­ti­gen Mo­dells, wo­nach die Wahl­lo­ka­le in man­chen Or­ten schon zu Mit­tag schlie­ßen, an­ders­wo aber erst um 17 Uhr. Auch das zen­tra­le elek­tro­ni­sche Wäh­ler­ver­zeich­nis sol­le an­ge­gan­gen wer­den. Das ha­be die Op­po­si­ti­on aus „rei­nem Jus­ta­ment“bis­her ver­hin­dert. „Das war ein Un­ter­pfand für an­de­re Din­ge.“

Be­kräf­tigt hat er auch, dass es bei der Wahl­wie­der­ho­lung kei­ne Er­geb­nis­se ge­ben wer­de, bis nicht al­le Stim­men in­klu­si­ve der Brief­wahl­stim­men aus­ge­zählt sind. „Das wird bei der nächs­ten Wahl strengs­tens von mir un­ter­sagt“, so So­bot­ka. Für die Zu­kunft kann er sich vor­stel­len, dass es ge­ne­rell nur noch ein En­d­er­geb­nis gibt: Dass auch die Wahl­kar­ten noch am Wahl­abend aus­ge­zählt wer­den und dass dann „um 19 Uhr oder 20 Uhr“ein Er­geb­nis ver­kün­det wird, das sämt­li­che Stim­men um­fasst. Den ge­nau­en Ter­min für die Wie­der­ho­lung

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