Trumps zwei­ter Trumpf

USA. Mit Gou­ver­neur Mi­ke Pence als Vi­ze­prä­si­den­ten ver­sucht Do­nald Trump, die rechte Ba­sis zu ge­win­nen.

Die Presse am Sonntag - - Nachrichten -

USA. Er ist bei Evan­ge­li­ka­len und So­zi­al­kon­ser­va­ti­ven be­liebt. Und sei­ne No­mi­nie­rung gilt als ein Si­gnal an den rech­ten Flü­gel der Re­pu­bli­ka­ner: US-Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat Do­nald Trump hat den Gou­ver­neur von In­dia­na, Mi­ke Pence, als sei­nen Vi­ze­kan­di­da­ten be­nannt.

Nicht nur au­ßer­halb, son­dern auch in­ner­halb der USA ist der 57-Jäh­ri­ge vie­len nie be­son­ders auf­ge­fal­len. Da­bei saß Pence zwölf Jah­re im Ab­ge­ord­ne­ten­haus, ist in der Par­tei­füh­rung bes­tens ver­netzt und eben bei der kon­ser­va­ti­ven Ba­sis be­son­ders be­liebt. Erst im Früh­jahr setz­te er in In­dia­na ei­nes der strik­tes­ten An­ti-Ab­trei­bungs­ge­set­ze des Lan­des in Kraft. Er ist ge­gen hö­he­re Steu­ern, lehnt Ein­wan­de­rung ab und sym­pa­thi­siert mit der ul­tra­kon­ser­va­ti­ven Tea-Par­ty-Be­we­gung.

Pence be­schreibt sich selbst als „Chris­ten, Kon­ser­va­ti­ven und Re­pu­bli­ka­ner – in der Rei­hen­fol­ge“. US-Me­di­en be­rich­ten, Trump ha­be Pence be­son­ders we­gen des­sen ru­hi­gen Auf­tre­tens und sei­ner Er­fah­rung in Wa­shing­ton aus­ge­wählt. Gleich­zei­tig ver­fügt Pence über Kon­tak­te zu Spon­so­ren, die Geld in die Wahl­kampf­kas­sen spü­len könn­ten. Pence woll­te üb­ri­gens selbst für die Prä­si­dent­schaft kan­di­die­ren und un­ter­stütz­te im Vor­wahl­kampf noch Trumps Kon­tra­hen­ten Ted Cruz.

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