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Die Presse am Sonntag - - Kultur - KATRIN NUSSMAYR

Dass Füch­se, al­so vor al­lem die, die in Ge­schich­ten vor­kom­men, schlau sind, geht nicht auf Ro­ald Dahl zu­rück. Schon in an­ti­ken Fa­beln, spä­ter in mit­tel­al­ter­li­chen Er­zäh­lun­gen galt das Tier als klug und lis­tig, ja gar bös­ar­tig. In Dahls Kin­der­buch „Der fan­tas­ti­sche Mr. Fox“ist aber nicht der Fuchs der Bö­se, die Men­schen sind es, ge­nau­er ge­sagt drei Bau­ern: Die hei­ßen Bog­gis, Bun­ce und Be­an, un­ter­schei­den sich in der Art ih­rer Un­för­mig­keit und glei­chen sich in ih­rem Hass auf den Fuchs – der stiehlt ih­nen näm­lich ihr wert­vol­les Ge­flü­gel. Im Ver­such, ihn zu tö­ten, ha­ben sie gleich ei­nen gan­zen Wald um­ge­gra­ben, das Zu­hau­se vie­ler Tie­re.

Na­tür­lich hat Mr. Fox bald ei­nen Plan, schließ­lich ist er schlau. Aber

Ro­ald Dahl

(1916–1990) wur­de in Süd-Wa­les ge­bo­ren. Sei­ne ers­te Kin­der­ge­schich­te, „The Grem­lins“, schrieb er 1942 für Walt Dis­ney. Spä­ter schrieb er ei­ni­ge der be­lieb­tes­ten Kin­der­bü­cher des 20. Jahr­hun­derts, wie auch ma­ka­bre Kurz­ge­schich­ten für Er­wach­se­ne. Aus Dahls Fe­der stammt zu­dem auch das Dreh­buch zum Bon­dFilm „Man lebt nur zwei­mal“.

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