M Fried­hof«

Die Presse am Sonntag - - Österreich -

„Man muss im­mer ge­gen ei­ne Mi­li­tär­jun­ta sein, ge­gen je­den, der mit Waf­fen­ge­walt an die Macht kommt“, sagt Ek­si¸ mit Blick auf die Er­eig­nis­se der ver­gan­ge­nen Wo­che. Par­al­le­len zu da­mals sieht sie aber we­ni­ge. Vor vier­zig Jah­ren ha­be die Ge­walt­wel­le in ers­ter Li­nie die Ar­bei­ter­be­we­gung be­trof­fen, und die Aus­mer­zung der Ge­werk­schaf­ten sei bis heu­te zu spü­ren, da nur ein klei­ner Teil der Ar­beit­neh­mer or­ga­ni­siert ist. Statt­des­sen hät­ten sich spä­ter vie­le re­li­giö­se In­sti­tu­tio­nen grün­den kön­nen, und hier sieht Ek­si¸ die Wur­zel der ak­tu­el­len Pro­ble­me in der Tür­kei: „Heu­te be­kämp­fen sich zwei Po­le in­ner­halb der is­la­mi­schen Be­we­gung. Er­do­gan˘ führt das Land Rich­tung au­to­ri­tä­res Re­gime.“

Ver­gan­ge­ne Wo­che sind Hun­der­te Schu­len ge­schlos­sen wor­den, die dem Pre­di­ger Fe­thul­lah Gü­len na­he­ste­hen sol­len. Auch die Ge­ne­rä­le, die den Putsch plan­ten, sol­len aus der Gü­lenBe­we­gung kom­men, das ver­kün­de­te zu­min­dest die tür­ki­sche Re­gie­rung.

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