Ein­mal um den See ge­ra­delt

Die Presse am Sonntag - - Österreich -

ken Bü­sche, und dort, wo nichts ist, sieht man ei­ne Ebe­ne bis zum Ho­ri­zont.

Nicht um­sonst ist das Bur­gen­land ein Rad­ler­pa­ra­dies. Wer es nicht ge­wöhnt ist, Hö­hen­me­ter zu fah­ren, ist hier echt glück­lich. Die al­ten Stadt­rä­der schaf­fen die Stre­cke pro­blem­los. Im­mer­hin ist der Weg auch für Fa­mi­li­en gut ge­eig­net. Kin­der, die Schilf­roh­re wie Fah­nen an ihr Rad ge­hef­tet ha­ben, ge­hö­ren hier zum Stan­dard­ge­gen­ver­kehr. Al­le paar Me­ter gibt es Hoch­stän­de, in de­nen man über die Step­pen­land­schaft schau­en kann. Die Fau­na wech­selt von Po­nys über Grau­gän­se, die selbst­be­wusst die Stra­ße que­ren, zu Greif­vö­geln und Man­ga­litz­aschwei­nen.

Die ers­te Pau­se gibt es in Ill­mitz. Das ist zwar von der Rou­te ent­fernt, aber Sit­zen ist am See halt schö­ner. Au­ßer­dem ha­ben sie dort Som­lau­er No­ckerl, ei­ne bur­gen­län­di­sche, ei­gent­lich un­ga­ri­sche Spe­zia­li­tät aus drei Schich­ten Bis­kuit. Da­nach ha­ben wir Stress, es ist be­reits sechs Uhr. Je nä­her wir der Gren­ze kom­men, des­to we­ni­ger Men­schen kom­men uns ent­ge­gen – und des­to schlech­ter wer­den die Rad­we­ge.

Cle­mens Fa­b­ry

Um den See ra­deln kann je­der. Auch Stadt­rad­fah­rer.

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