IN KÜR­ZE

Die Presse am Sonntag - - Werkstatt -

Ent­we­der

man kauft die Hip­pie-Haarac­ces­soires von Miss Lil­lys Hats bei ei­nem von Ni­ki Osls 17 Ver­kaufs­part­nern wie dem Wie­ner Kauf­haus Steffl oder Mo­de­de­si­gne­rin Le­na Ho­schek.

Oder

man stat­tet ihr di­rekt in ih­rer Werk­statt in der Mil­ler­gas­se 40 in Ma­ria­hilf ei­nen Be­such ab. Bei Son­der­an­fer­ti­gun­gen und grö­ße­ren Krea­tio­nen ist das so­gar Pflicht. Die hand­ge­floch­te­nen Krän­ze aus Vin­ta­geBlu­men be­gin­nen bei 220 Eu­ro. www.miss­lil­ly­shats.com Ab­fer­ti­gung“– ins­ge­samt 100.000 Eu­ro – ha­be sie zu Be­ginn in die Ma­te­ri­al­be­schaf­fung ge­steckt. So er­klärt sich der Preis, den be­tuch­te Hip­pie-Mäd­chen für Osls Krea­tio­nen zah­len.

Bis heu­te hat sie kei­ne ei­ge­ne Kol­lek­ti­on ent­wi­ckelt. Aus­nah­men sind aus­ge­wähl­te Ko­ope­ra­tio­nen wie mit dem Münch­ner Trach­ten­la­bel Lo­den­frey an­läss­lich des Ok­to­ber­fests, mit Freun­din Le­na Ho­schek oder der Hut­ma­nu­fak­tur Mühl­bau­er. „Man­ches gibt es nur ein­mal. Da kann man nicht in die Mas­sen­pro­duk­ti­on ge­hen.“An 17 Stand­or­ten wie dem Wie­ner No­bel­kauf­haus Steffl sind dün­ne Krän­ze und Span­gen aus dem Haus Osl zu kau­fen. Für al­les Grö­ße­re, Auf­wen­di­ge­re müs­sen Kun­den in ih­rem Ate­lier in der Mil­ler­gas­se Num­mer 40 vor­stel­lig wer­den. Und sie sei gera­de eher be­müht, Ver­kaufs­part­ner ab­zu­bau­en als da­zu­zu­ge­win­nen. Es ver­leiht dem Gan­zen na­tür­lich auch ei­nen Hauch von Ex­klu­si­vi­tät, wenn die Kund­schaft zur Au­di­enz ins Ate­lier, das zu­gleich Pri­vat­woh­nung ist, ge­be­ten wird.

»Man­ches gibt es nur ein­mal. Da kann man nicht in die Mas­sen­pro­duk­ti­on ge­hen.«

Ter­mi­ne ver­gibt Osl auch am Wo­che­n­en­de. Schließ­lich wür­den ei­ni­ge Kun­den ex­tra aus dem Aus­land an­rei­sen, sagt Osl. Sie selbst gön­ne sich ei­ne Wo­che Ur­laub pro Jahr. Das liegt nicht zu­letzt dar­an, dass die selbst ti­tu­lier­te Per­fek­tio­nis­tin bei­na­he nie­man­den Hand an ih­re Krän­ze le­gen lässt. Gera­de ein­mal ih­re Mut­ter hilft in ei­nem ei­ge­nen Ate­lier bei der Pro­duk­ti­on aus. Und seit Neu­es­tem hat Osl ei­ne jun­ge Som­mer­prak­ti­kan­tin. Sie sagt: „Du kannst in dem Ge­schäft nur Er­folg ha­ben, wenn du mehr als 100 Pro­zent gibst.“

Als klei­nes Mäd­chen hat sie üb­ri­gens wahl­wei­se Schrift­stel­le­rin, Bäue­rin oder Burg­schau­spie­le­rin wer­den wol­len. Mo­der­nes Hip­pie-Mäd­chen ist aber wohl auch nicht schlecht. Selbst wenn da­mit ein vol­ler Ter­min­ka­len­der ein­her­geht.

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