Warm­bier

Die Presse am Sonntag - - Essen Und Trinken -

„Leich­tes sü­ßes Braun- oder Weiß­bier, ein Li­ter für vier Per­so­nen, wird mit ei­nem Gläs­chen voll Rum, 125 g Zu­cker, et­was Zi­tro­nen­scha­le und Zimt zum Ko­chen ge­bracht. Man le­giert mit drei Ei­dot­tern und schlägt drei Ei­weiß zu Schnee, den man mit Zu­cker süßt und da­von Schnee­klöß­chen formt, die man in die Warm­bier­sup­pe tut.“ Gar­nie­rung: Auf den ers­ten Blick das Ge­gen­teil von ver­hei­ßungs­voll: war­mes Bier. In die­ser Ver­si­on aber, als Mit­tel­ding zwi­schen Des­sert und Me­di­zin ge­gen Er­käl­tun­gen, kann man sich wohl leicht da­zu über­re­den las­sen. Li­na Mor­gens­tern führt in ih­rem „Il­lus­trier­ten Koch­buch“von 1905 noch wei­te­re Re­zep­te für sup­pen­ar­ti­ge Bier­ge­rich­te an: et­wa ei­ne sü­ße Bier­schaum­sup­pe, die aus Wei­zen­bier, Zimt, Zi­tro­nen­scha­le, Zi­tro­nen­saft und Mehl über dem Feu­er schau­mig ge­schla­gen wird. Oder ei­ne Biersuppe mit Küm­mel­brot, für die sü­ßes, dun­k­les Bier mit Küm­mel und ge­rie­be­nem Brot „dick­lich“ge­rührt wird. Mor­gens­tern no­tier­te wei­ters ei­ne Schwe­di­sche Biersuppe aus Wei­zen­bier, Korin­then, Zimt, Milch und Mehl so­wie ei­ne Pom­mer­sche Biersuppe: „Man be­rei­tet die­sel­be wie die schwe­di­sche und gießt sie dann, oh­ne sie zu le­gie­ren, über gut aus­ge­quol­le­ne gel­be Erb­sen.“

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