LE­XI­KON

Die Presse am Sonntag - - Garten - UTE WOLTRON

di­schen Uni­ver­sal­ge­lehr­ten Olof Rud­beck dem Äl­te­ren, sind nord­ame­ri­ka­ni­sche Pr­ä­rie­pflan­zen. Rund um das hoch­ge­wölb­te Körb­chen, das braun, schwarz oder gelb sein kann, be­fin­den sich die zun­gen­för­mi­gen, oft her­ab­hän­gen­den Blü­ten­blät­ter. Die­se kön­nen wie­der­um rund oder spitz sein. Es gibt Va­ri­an­ten oh­ne En­de. Rot bis Gelb. Die Son­nen­braut, He­le­ni­um, kommt eben­falls aus Ame­ri­ka, wo sie über den ge­sam­ten Kon­ti­nent ver­brei­tet wächst. Ih­re Blü­te kann ins bräun­li­che Rot spie­len, hat di­to ein rund­lich vor­ste­hen­des Körb­chen un­ter­schied­li­cher Fär­bung, doch sie trägt kür­ze­re, leicht ge­zack­te und ge­well­te Blü­ten­blät­ter in zwei oder manch­mal auch meh­re­ren Rei­hen. Au­ßer­dem sit­zen auf je­dem Stän­gel im Ge­gen­satz zum Son­nen­hut gleich vie­le Blü­ten. men­töp­fen bri­ti­scher Züch­ter, die ab dem 19. Jahr­hun­dert Wild­for­men mit­ein­an­der zu kreu­zen be­gan­nen. Son­ne scha­det nicht. Al­le Herbsta­ne­mo­nen ge­dei­hen laut Lehr­buch im Halb­schat­ten und an frisch-feuch­ten, gut ge­düng­ten Stel­len am bes­ten. Dort nei­gen man­che Sor­ten zu aus­ufern­dem Wu­chern. In mei­nem Gar­ten wach­sen sie je­doch auch an voll­son­ni­gen Plät­zen aus­ge­zeich­net, müs­sen dort al­ler­dings in tro­cke­nen Zei­ten ge­gos­sen wer­den.

Wäh­rend die klein- und mit­tel­groß ge­wach­se­nen Sor­ten gu­te Stand­fes­tig­keit be­wei­sen, nei­gen die sehr ho­hen da­zu um­zu­fal­len. Das kann müh­sam sein, es sei denn, sie wach­sen zwi­schen gut stüt­zen­den Nach­barn. Apro­pos: Idea­le Beet­part­ner sind et­wa Grä­ser, Sil­ber­ker­zen, Astil­ben, Ho­he Fett­hen­ne und Sil­ber­g­löck­chen.

He­le­ni­um.

Son­nen­bräu­te gibt es in vie­len Sor­ten und Ar­ten, von ZehnZen­ti­me­ter-Winz­lin­gen bis zu 160-Zen­ti­me­terRie­sen. Son­nig will sie es, nicht zu dürr und gut ge­düngt. Spen­die­ren Sie ihr ent­we­der stüt­zen­de Nach­bar­pflan­zen oder ei­ne Stau­den­stüt­ze.

He­li­op­sis.

Die meis­ten Son­nen­au­gen-Ar­ten stam­men aus Me­xi­ko. Je nach Sor­te wach­sen die aus­dau­ern­den Stau­den 30 bis 150 Zen­ti­me­ter hoch. Hu­mo­se, nähr­stoff­rei­che, nicht zu tro­cke­ne Bö­den sind ihr Ele­ment.

Rud­be­ckia.

Mit Wuchs­hö­hen von bis zu 300 Zen­ti­me­tern ist sie die größ­te un­ter den son­nen­gel­ben Au­gust-Pracht­stau­den. Son­nen­au­gen ma­chen ih­rem Na­men al­le Eh­re.

Das Son­nen­au­ge, nach dem grie­chi­schen Wort für Son­ne He­li­op­sis ge­nannt, äh­nelt stark der Rud­be­ckia, hat aber ei­nen be­ste­chen­den Vor­zug: Die ro­bus­te Pflan­ze ist stand­fes­ter als die meis­ten Son­nen­hü­te, sie be­nö­tigt je­doch ei­nen et­was feuch­te­ren Bo­den. Wer Ver­blüh­tes ab­schnei­det, be­kommt neue Blü­ten als Drauf­ga­be spen­diert.

Da­mals nicht im Wein­viert­ler Gar­ten­sor­ti­ment ver­tre­ten war selbst­ver­ständ­lich die ein­jäh­ri­ge Son­nen­blu­me, He­li­an­thus. Die kennt oh­ne­hin je­der, und auch sie färbt in un­ter­schied­lichs­ten Sor­ten den Au­gust son­nen­gelb. Las­sen Sie doch die ab­ge­blüh­ten Pflan­zen ste­hen. Das freut die Mei­sen, aber auch die klei­nen Stieg­lit­ze, die wie fre­che Stra­ßen­bu­ben­ban­den im Herbst und im Win­ter ein­fal­len und lie­bend gern die Son­nen­blu­men­kör­ner aus­pi­cken.

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