Mit­un­ter auch Ane­mo­nen­ro­sa

So zart sie auch wir­ken mag, die Herbsta­ne­mo­ne, so ro­bust ist sie tat­säch­lich.

Die Presse am Sonntag - - Garten -

Wenn sie zu blü­hen be­ginnt, hat der Som­mer sei­nen Ze­nit über­schrit­ten, die Son­ne rollt end­gül­tig wie­der dem Herbst ent­ge­gen. Na gut, denkt man sich dann, so soll es eben sein, und der An­blick der zar­ten, wie aus Por­zel­lan ge­form­ten Blü­ten der Herbsta­ne­mo­ne ist das op­ti­sche Trost­pflas­ter für die bit­ter­süß an­ge­hauch­te See­le.

Die aus­dau­ern­den Stau­den blü­hen bis in den Ok­to­ber in al­len Ro­sa- und Al­t­ro­sa-Schat­tie­run­gen. Ihr Stamm­baum ist kom­pli­ziert, des­halb wer­den hier nur die drei re­le­van­ten Ar­ten auf­ge­zählt, die un­ter dem Ti­tel „Herbsta­ne­mo­ne“ge­han­delt wer­den.

Die Ane­mo­ne hu­pehen­sis ist ei­ne Chi­ne­sin und stammt aus der Pro­vinz Hu­peh. Dort wächst sie im Gras­land feuch­ter Nie­de­run­gen und Fluss­ufer. Sie er­öff­net mit ih­rer Blü­te En­de Ju­li den Ane­mo­nen­rei­gen. Die Ane­mo­ne tom­en­to­sa, auch Filz­blätt­ri­ge Ane­mo­ne ge­nannt, blüht et­was spä­ter und wird je nach Sor­te bis zu 150 Zen­ti­me­ter hoch. Zu­letzt zu den di­ver­sen Ane­mo­ne Ja­po­ni­ca-Hy­bri­den. Die stam­men nicht, wie der Na­me ver­mu­ten lie­ße, aus Ja­pan, son­dern aus den Blu- Fra­gi­les Äu­ße­res, ro­bust im Her­zen.

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