Ägyp­ti­scher Ju­do­ka sorgt für Eklat

Die Presse am Sonntag - - Olympia -

Is­lam El She­ha­by ver­wei­ger­te Is­rae­li den Hand­schlag. Der ägyp­ti­sche Ju­do­ka Is­lam El She­ha­by hat sei­nem Geg­ner aus Is­ra­el den Hand­schlag ver­wei­gert und da­mit em­pör­te Re­ak­tio­nen aus­ge­löst. Die Zu­schau­er in Rio de Janei­ro pfif­fen und buh­ten, nach­dem El She­ha­by sich nach sei­ner Nie­der­la­ge in der ers­ten Run­de der Klas­se über 100 kg ge­gen den Is­rae­li Or Sas­son kopf­schüt­telnd um­ge­dreht hat­te, an­statt die Hand sei­nes Geg­ners zu schüt­teln.

Die Ver­beu­gun­gen vor dem Kampf und der Hand­schlag da­nach ge­hö­ren bei Ju­do­wett­kämp­fen zum Stan­dard. Der Ägyp­ter woll­te sich an­schlie­ßend nicht zu sei­nem um­strit­te­nen Ver­hal­ten äu­ßern. IOC-Spre­cher Mark Adams woll­te die Sze­ne nicht kom­men­tie­ren, be­vor er sich nicht selbst ein Bild ge­macht hat­te. „Din­ge pas­sie­ren im Ei­fer des Ge­fechts, die nicht ak­zep­ta­bel sind“, sag­te er. „Wir glau­ben, dass es in der olym­pi­schen Be­we­gung dar­um ge­hen muss, Brü­cken zu bau­en, nie­mals Mau­ern.“

Gold ge­wann der Fran­zo­se Ted­dy Ri­ner. Der 27-Jäh­ri­ge aus Gua­da­lu­pe (138 kg) ver­tei­dig­te sei­nen Ti­tel von Lon­don und ist da­mit schon seit sechs Jah­ren un­ge­schla­gen.

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